Als European Legal Counsel für Kontinentaleuropa berichtet er direkt an den Head of Legal and Compliance von Pimco mit Sitz in Kalifornien.
Witzler war seit knapp zwei Jahren als Bereichsleiter in der Konzernrechtsabteilung der Commerzbank tätig und stand einem zehnköpfigen Juristen-Team mit den Schwerpunkten Börsen, Märkte und Vertrieb vor. Zuvor hat der erfahrene Inhouse-Jurist acht Jahre lang die deutsche Rechtsabteilung der Investmentbank JP Morgan geleitet.
Von 1998 bis 2000 war er in gleicher Position bei der französischen Großbank Paribas für die Betreuung des Assetmanagements und des Investmentbankings verantwortlich. Witzler begann seine berufliche Laufbahn 1996 in der Bank- und Finanzrechtpraxis von Baker & McKenzie in Frankfurt.
Da der Fokus von Pimco auf dem Assetmanagement-Geschäft liegt, ist es für Witzler inhaltlich gesehen eine Art Rückkehr. Das Portfoliomanagementunternehmen betreut derzeit die Anleihesparte der Konzernvermögensverwaltung und Schwestergesellschaft Allianz Global Investors. Daneben übe sein zukünftiges Aufgabenfeld vor allem wegen der „Arbeit in einem interdisziplinären internationalen Team an fachlich spannenden Projekten mit hoher Umsetzungsgeschwindigkeit“ einen starken Reiz auf ihn aus. „Bei den wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen auch auf internationaler Ebene werde ich meine Fähigkeiten in diesem international tätigen Haus mit niedrigen Hierarchieebenen unmittelbar einbringen und umsetzen können“, sagte Witzler.
Das Inhouse-Team von Pimco in München umfasst dem Vernehmen nach ein Team von rund 15 Berufsträgern. Es beschäftigt sich mit den Schwerpunkten Assetmanagement, Gesellschaftsrecht, Produkt- sowie Vertriebsfragen, aufsichtsrechtlicher und Handels-Compliance sowie mit Derivaten. Neben der Pimco-Zentrale in Newport Beach in Kaltifornien findet ein inhaltlicher Austausch vor allem mit einem personell kleineren Team von Londoner Pimco-Juristen statt.
Wie Witzlers Position innerhalb der Commerzbank neu besetzt wird, ist offenbar noch nicht entschieden. Sein Wechsel ist nicht der erste Weggang eines Commerzbank-Syndkus in leitender Position. So hatte der langjährige Chefsyndikus der Dresdner Bank, Dr. Helmut Merkel, das Finanzinstitut zum Jahreswechsel verlassen (mehr…). Mit der Verschmelzung von Dresdner Bank und Commerzbank kam es zu nachhaltigen Umstrukturierungen in der Konzernrechtsabteilung. Aus letzlich vier Rechtsabteilungen – zusätzlich derjenigen der Investmenttochter Kleinwort Benson und des Immobilienfinanzierers Eurohypo – wurde eine neue Einheit geformt. Nach der Integration stellt die Commerzbank mit rund 200 Juristen weiterhin eine der personalstärksten Inhouse-Abteilungen in Deutschland.