Mit den betroffenen Partnern wurden bereits vor der Partnerversammlung am vergangenen Freitagabend Gespräche geführt, ihre Namen werden weder extern noch intern veröffentlicht. Ein Teil von ihnen wird künftig in einer Art Counsel-Status weiter bei Mayer Brown arbeiten, nach außen jedoch weiterhin als Partner auftreten. Ein anderer Teil wird vorzeitig in den Ruhestand gehen. Die Kanzlei rechnet jedoch damit, dass auch einige Partner die Sozietät verlassen werden. Das Management legt jedoch großen Wert darauf, dass die anstehende Veränderung friedlich vonstatten geht.
Der Grund für den jetzigen Schritt liege vor allem darin, dass die Litigation-Partnerschaft in den USA in den vergangenen Jahren nicht richtig aufgebaut worden sei, erklärte Lange.
Die Leverage lag hier zuletzt bei rund 1:1,7 und war damit sehr niedrig. „Das bedeutet keineswegs, dass wir Litigation in den USA einstellen werden“, sagte Lange. „Der Bereich war immer eine unserer Stützen der Praxis und soll es auch weiter bleiben. Nun soll vor allem eine Basis für weiteres Wachstum geschaffen werden.“ Weitere Herabstufungen werde es danach keine geben, die De-Equitisation sei mit dieser Maßnahme abgeschlossen.
Mayer Brown steigerte ihren Umsatz zuletzt um elf Prozent und erzielte erstmals über eine Milliarde US-Dollar. Die europäischen Büros trugen 20 Prozent dazu bei.