Stuttgart

Görg eröffnet Büro mit Team von Schultze & Braun

Zum zweiten Mal in diesem Jahr gewinnt Görg einen bekannten Insolvenzverwalter von Schultze & Braun. Zu einem noch nicht feststehenden Termin wechselt Dr. Holger Leichtle mit Team und verschafft dem Verwaltungszweig von Görg damit einen beachtlichen Auftakt in Süddeutschland.

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Leichtle_Holger
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Zusammen mit den Insolvenzverwaltern Sebastian Krapohl und Simone Kaldenbach wird Leichtle die für Görg neuen Büros in Stuttgart, Ulm und Friedrichshafen leiten. Nach Aussage der Kanzlei soll die baden-württembergische Präsenz auch die Achse zwischen Frankfurt und München stärken. In diesen Städten ist Görg schon seit vielen Jahren tätig, allerdings so gut wie gar nicht im Auftrag von Insolvenzgerichten.

Leichtle ist eine der prägenden Figuren bei Schultze & Braun und konnte in den vergangenen Jahren immer wieder große Insolvenzverfahren betreuen, so etwa die Autozulieferer JD Norman und SAM Automotive. Auch bei der Textilhandelskette AWG mit rund 1.800 Mitarbeitern wurde er als Sachwalter bestellt. Leichtle war vor sieben Jahren zu Schultze & Braun gekommen, als sich die Insolvenzkanzlei Viniol dem deutlichen größeren Verbund anschloss. Für Schultze & Braun sind rund 110 Berufsträger an 40 Standorten tätig.

Weitere Expansion für Görg

Bislang hatte die Insolvenzverwaltung bei Görg zwei regionale Schwerpunkte: Neben dem Stammgebiet in Nordrhein-Westfalen dehnte sich die Kölner Kanzlei seit 2013 vehement in Norddeutschland aus. Dort ist sie in einem großen Spektrum an Sanierungsfällen aktiv, sowohl in der Insolvenzverwaltung als auch in der Restrukturierungsberatung. Der Bremer Verwalter Tim Beyer (45) kündigte bereits im Februar an, von Schultze & Braun zu Görg zu wechseln. Er wird von den Anwälten Olaf Helmke und Stefan Liese begleitet.

Obwohl die regionale Verankerung von Verwaltern mit dem Siegeszug der Eigenverwaltung abgenommen hat, ist die Aufnahme von Leichtle ein sehr wichtiger Schritt. Über die Jahre gab es immer wieder Gerüchte, dass Görg mit einer Ausdehnung in den Südwesten liebäugele und dafür die möglichen Interessenkollisionen zwischen Sanierungsberatung und Insolvenzverwaltung abwäge. Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein, schließlich erwartet die Branche der Krisenanwälte nicht nur einen Aufschwung an Mandaten, sondern auch eine große Welle von Unternehmensinsolvenzen mit 20 Prozent und mehr neuen Verfahren. Dies hat eine Umfrage der Restrukturierungsboutique Falkensteg im April ergeben.

BBL-Partner Winkler gründet eigene Kanzlei

Winkler_Marcus
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Zeitgleich mit der Leichtle-Personalie wurde bekannt, dass der Stuttgarter Insolvenzverwalter Marcus Winkler bei seiner Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff & Partner ausscheidet und sich selbstständig macht. Mit Insolvenzarbeitsrechtler Dr. Andree Gossak gründet Winkler zum Juni die Kanzlei Winkler Gossak. Neben den Namensgebern werden die BBL-Rechtsanwälte Thomas Bechle, Thorben Schmidt und Ivica Dalić als Partner einsteigen. Insgesamt zählt Winkler Gossak sieben Berufsträger und wird außer in Stuttgart auch in Frankfurt, München, Donaueschingen, Michelstadt und Obernburg vertreten sein.

Schwerpunkt der neuen Kanzlei sind die Insolvenzverwaltung/Sachwaltung, die Beratung im Bereich Restrukturierung und Sanierung sowie damit zusammenhängende Rechtsgebiete wie Arbeitsrecht oder Handels- und Gesellschaftsrecht. Winkler und seine Mitstreiter sind nicht die einzigen Anwälte, die BBL jetzt verlassen. Auch Dr. Georg Bernsau kündigte an, am Standort Frankfurt mit einem Team zur US-Kanzlei K&L Gates zu gehen.

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