Stuttgarter IP-Boutique

Lichtenstein Körner schließt sich Schalast an

Zum Oktober schließt sich die alteingesessene Stuttgarter Soft-IP-Kanzlei Lichtenstein Körner & Partner dem Stuttgarter Büro von Schalast & Partner an. Als Partner wechselt neben den beiden erfahrenen Lichtenstein-Partnern Dr. Kerstin Gründig-Schnelle (57) und Prof. Dr. Thomas Sambuc (71) auch Dr. Alexander Hauch (36), der derzeit noch als Associate in der IP-Boutique tätig ist.  

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Kerstin Gründig-Schnelle

Die drei IP-Rechtler sind sowohl auf die strategische Beratung zum Marken- und Designschutz als auch auf die Vertretung in Prozessen spezialisiert. Sambuc vertritt beispielsweise die Confiserie Heilemann zur Markenverwaltung sowie in einem öffentlichkeitswirksamen Farbmarkenstreit um den Goldton des Schokoladenhasen von Lindt & Sprüngli. 

Die Stuttgarter IP-Boutique, die 1948 gegründet wurde, hatte in den vergangenen elf Jahren wiederholt personelle Rückschläge hinnehmen müssen: Vor allem der Tod der renommierten Markenrechtlerin und Namenspartnerin Carmen Lichtenstein 2011 war ein Einschnitt für die Kanzlei. Anfang 2016 verließen vier jüngere Partner die Kanzlei und machten sich unter dem Namen Unit4 IP selbstständig.

Alexander Hauch

2018 ging auch der IP-Partner Prof. Dr. Rolf Diekmann, der mittlerweile bei Wuertenberger arbeitet. Etwa zeitgleich mit Diekmann verließen zudem alle Berufsträger ohne IP-Schwerpunkt – unter anderem die Gesellschaftsrechtler – Lichtenstein Körner. Zuletzt waren als Partner nur Gründig-Schnelle und Sambuc sowie zwei Associates verblieben. Einer davon, Hauch, steigt bei bei der mittelständischen Kanzlei Schalast nun zum Partner auf. Der andere, Thomas Träger, ist bereits zum Mai zu der gemischten IP-Kanzlei Grünecker nach München gewechselt.

Neue Kombination von IP-Kompetenzen

Thomas Sambuc

„Der Beitritt zur Kanzlei Schalast mit ihrer deutschlandweiten Präsenz und Mitgliedschaft im Multilaw-Netzwerk ist für uns genau der richtige Schritt, um unsere Erfahrung und Expertise in den Bereichen Marken-, Design-, Wettbewerbs- und Urheberrecht in eine größere Struktur einbringen und gemeinsam mit den neuen Kolleginnen und Kollegen ausbauen zu können“, sagte Sambuc. Das Multilaw-Netzwerk, zu dem in Deutschland neben Schalast noch Heussen gehört, war 1990 von Kanzleien gegründet worden, die einen Schwerpunkt im IP hatten. Mittlerweile erstreckt es sich auf eine breitere Palette an Rechtsgebieten. 

Schalast befindet sich seit einiger Zeit auf Wachstumskurs: Die Kanzlei mit Hauptsitz in Frankfurt und kleineren Büros in Hamburg und Berlin hatte 2020 zunächst in Düsseldorf und kurz darauf in Stuttgart eröffnet. Mit den jetzigen Zugängen schließt sie eine fachliche Lücke: Die Mittelstandskanzlei suchte schon länger Verstärkung im klassischen Marken- und Wettbewerbsrecht.

Allerdings arbeiten dort bereits einige Anwälte mit starken Bezügen zum IP – etwa in Frankfurt das Medienrechtsteam um Dr. Udo Kornmeier, das sich der Kanzlei 2016 angeschlossen hatte, oder der Düsseldorfer IT- und IP-Rechtler Jan Schneider, der 2020 von SKW Schwarz gewechselt war. Mit der Eröffnung in Stuttgart kamen auch der erfahrene Urheberrechtler Prof. Joachim Ritter von Strobl-Albeg und sein Sohn Christian Ritter in die Kanzlei, der bekannt ist für seine rechtliche Spezialisierung auf Influencer-Marketing. 

 

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