40 unter 40 Konfliktlösung

Susanne Schwalb: Maut und Minen

Sie haben ihren 40. Geburtstag noch nicht gefeiert, haben sich aber bereits einen Namen gemacht: die JUVE 40 unter 40 Dispute Resolution. Susanne Schwalb von CMS Hasche Sigle gehört dazu.

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Das sagt JUVE

Früher wollte Susanne Schwalb mal Meeresbiologin werden. Die Intelligenz der Tiere und ihre Art, unter Wasser zu kommunizieren, haben sie immer fasziniert. Auch Menschenkommunikation ist nicht immer einfach. Aber kein Problem für Schwalb: „Sie zeichnet sich durch eine transparente und konstruktive Kommunikation aus“, betont ein Mandant.

Mit 14 zog Schwalb mit der Familie für fünf Jahre nach Washington, der Vater arbeitete beim Internationalen Währungsfonds. Sie machte einen US- und einen deutschen Schulabschluss. Bei CMS Hasche Sigle in München begleitete Schwalb vom ersten Berufsjahr an ein Verfahren des Minenunternehmens Tethyan gegen Pakistan vor dem Schiedsgericht der Weltbank (ICSID). Das Mandat hat sie geprägt wie kein anderes und bis in die Partnerschaft begleitet, in die sie 2022 aufrückte. Heute ist sie zudem seit März Co-Head der Internationalen Schiedspraxis der Kanzlei. Ihr zweiter Schwerpunkt liegt im Lifesciences-Sektor.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs vertritt Schwalb mehrere deutsche Mandanten gegen russische Parteien. Eine Erfahrung, die ihre Sicht aufs Recht verändert hat: „Recht haben“ bedeutet nicht immer „Recht bekommen“. Frustrierend, aber auch ein Argument für die Aufrechterhaltung des Rechtsstaats.

Das sagen andere

„Die Zusammenarbeit in einem komplexen Schiedsgutachterverfahren war immer ausgezeichnet. Sie ist immer zuverlässig, pünktlich und gab rechtzeitige Rückmeldungen. Sie geht immer angemessen, sinnvoll und ergebnisorientiert vor.“ (Mandant)

„Susanne Schwalb und ihr Team zeichnen sich neben exzellenter juristischer Expertise vor allem durch ein ausgeprägtes Verständnis geschäftlicher und technischer Zusammenhänge aus. Schwalb ist in der Lage, komplexe Sachverhalte in kürzester Zeit zu durchdringen und rechtlich aufzuarbeiten.“

Das sagt Susanne Schwalb selbst

Von wem haben Sie beruflich am meisten gelernt?

Von meinen beiden Mentoren, Klaus Sachs und Armin Dürrschmidt. Den Blick fürs Wesentliche, Vertrauen in meine juristischen und argumentativen Fähigkeiten, aber auch das Gespür dafür, wo das Juristische hinter andere Faktoren zurücktritt.

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß?

Immer noch die Arbeit am Mandat. Als Partner macht man auch viel drum herum, aber die Arbeit mit Zeugen und Sachverständigen ist immer noch der Grund, weshalb ich diesen Job so gerne mache.

Greatest Hits

  • Der Fall Tethyan Copper gegen den pakistanischen Staat: Er hat Schwalb vom ersten Berufsjahr an bis in die Partnerschaft hinein begleitet. Der Streitwert betrug 8 Milliarden US-Dollar. Der Fall gab alle prozessualen und materiell-rechtlichen Facetten her, die das Investitionsschutzrecht zu bieten hat.
  • Ihr schlagzeilenträchtigstes Verfahren: Susanne Schwalb war Teil des Teams, das für die verhinderten Pkw-Maut-Betreiber mit dem Bund stritt, das schließlich mit einem 243 Millionen Euro schweren Vergleich endete.

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