Presseberichten zufolge soll Klockzins Name in den Akten des Verfassungsschutzes auftauchen, die sich mit der Verflechtung von Politik und Justiz mit dem Organisierten Verbrechen in Leipzig befassen. Gegenstand dieser Ermittlungen sind unter anderem Immobilienverkäufe, aber auch Verbindungen ins Rotlicht-Milieu. Die Berichte bezeichnen den Juristen als eine der Schlüsselfiguren. Klockzin war 1994 niedergeschossen worden. Hintergrund des Attentats damals war ebenfalls ein Immobilienverkauf in Leipzig.
Konkreter Anlass für Klockzins Rückzug nun ist allerdings der Vorwurf, er habe Urkunden gefälscht, damit er selbst und Kollegen für Verkehrsdelikte nicht belangt werden. Die LWB, eine Tochter der Stadt Leipzig, teilte zugleich mit, sie habe eine Projektgruppe aus Innen- und Konzernrevision gebildet, um Immobilienverkäufe der 1990er-Jahre zu untersuchen.