Mit dem aktuellen Ergebnis liegt die Kanzlei deutlich unter den Zahlen des Geschäftsjahr 2010/2011: Im vergangenen Jahr erzielte die deutsche Praxis noch einen Umsatzsprung von 8,7 Prozent auf 91,3 Millionen Euro. Das Wachstum war vor allem auf die dynamische Corporate-Praxis zurückzuführen.
Baker ist zwar mit dem Verlust in guter Gesellschaft: Auch Kanzleien wie Freshfields Bruckhaus Deringer (mehr…), White & Case (mehr…) und Hogan Lovells (mehr…) verzeichneten einen geringeren Umsatz als im Vorjahr. Allerdings bewegen sich die Verluste bei den Wettbewerbern in einem moderateren Rahmen von zwischen minus eins und drei Prozent. Der Großteil der Top-Kanzleien konnte zudem sogar Umsatzsteigerungen verzeichnen. Verglichen mit anderen Kanzleien wiegt der Umsatzrückgang von Baker somit recht schwer.
Personell bliebt die deutsche Praxis ungefähr gleich groß. Die Zahl der Equity-Partner war mit 42 stabil, während die Zahl der Berufsträger von 180 auf 182 Anwälte leicht stieg. Damit verbuchte Baker allerdings auch im Hinblick auf den Umsatz pro Berufsträger (UBT) einen Rückgang von 7,2 Prozent. Auch das ist – verglichen mit anderen Kanzleien – ein deutliches Minus. Der UBT fiel damit von 507.000 auf 470.900 Euro.
Die weltweiten Zahlen gibt Baker Mitte August bekannt, hier zeichnet sich anders als in Deutschland ein Plus ab. (Silke Brünger)