Umsatz

Linklaters verbucht zweites Plus in Folge

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  • JUVE

Die deutsche Praxis von Linklaters hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 Einnahmen in Höhe von 184,6 Millionen Euro erzielt. Damit steigerte die Kanzlei hierzulande ihrem Umsatz gegenüber dem sehr guten Vorjahr nochmal um 3,7 Prozent. Auf internationaler Ebene verabschiedet sich Managing-Partner Simon Davies ebenfalls mit sehr soliden Gewinnen aus seiner Führungsrolle: Er wird im Januar 2016 zu Lloyds Banking Group wechseln.

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Carl-Peter Feick
Carl-Peter Feick

Der Fokus auf Kernmandanten scheint das lange sehr volatile Geschäft der Kanzlei zu stabilisieren. Dax-Konzerne zählen mittlerweile zu den stärksten Mandanten der in Deutschland von Senior-Partner Carl-Peter Feick geführten Sozietät. Lange waren die größten deutschen Unternehmen fast alleiniges Hoheitsgebiet von Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller. Mittlerweile arbeitet aber auch Linklaters regelmäßig für die Deutsche Bank, Bayer, Siemens und die zwei Energiekonzernen E.on und RWE.

Umsatzbringer waren 2014/15 neben diversen Transaktionen in der Energiebranche und im Versicherungsbereich wie etwa der Run-off von Delta Lloyd Deutschland die umfassende Tätigkeit im Bankensektor wie etwa für die Deutsche Bank und die Beratung der Eigentümer der HSH Nordbank bei der Neuaufstellung.

Der Umsatz pro Berufsträger steigt hingegen nur leicht (+0,7 Prozent) auf 664.000 Euro an, denn auch das Team ist parallel zum Umsatz in fast gleichem Maße gewachsenen: Um drei Prozent stieg der Zahl der Berufsträger im vergangenen Geschäftsjahr an.

Simon Davies
Simon Davies

International wächst die Kanzlei nur leicht um ein Prozent auf 1,27 Milliarden britische Pfund, wie Managing-Partner Simon Davies heute bekannt gab. Der Reingewinn lag bei 573 Millionen Pfund. Das sind rund 3 Prozent mehr als im Vorjahr, wobei der Profit pro Equity-Partner (PEP) im Schnitt bei 1,42 Millionen Pfund lag und damit um 2 Prozent anstieg. 

Ära Davies geht zu Ende

Damit verabschiedet sich der langjährige Managing-Partner Simon Davies mit wirtschaftlich sehr soliden Zahlen aus seiner Führungsrolle. Wie Linklaters ebenfalls heute verkündete, wird er Ende dieses Jahres turnusgemäß seine Amtszeit beenden und die Kanzlei nach 25 Jahren verlassen. Bei der langjährigen Mandantin Lloyds wird Davies ab Januar 2016 als ‚Chief of People, Legal and Strategy Officer‘ einsteigen und in dieser Funktion auch Teil des Group Executive Commitee sein. Senior-Partner Robert Elliott wird in der Zwischenzeit bei Linklaters regelmäßig an den Treffen des Executive Committee teilnehmen, um einen gleitenden Übergang zu gewährleisten. 

Robert Elliott
Robert Elliott

Auch Elliotts Posten wird bald zu besetzen sein, seine Amtszeit läuft im September 2016 aus. Zunächst wird es bei Linklaters nun Soundings geben, um einen geeigneten Nachfolger sowohl für die Position des Senior-Partners als auch des Managing-Partners zu finden. Das Partnership Board schlägt aus diesen Vorschlägen dann Kandidaten zur Wahl vor. Linklaters rechnet damit, dass der Wahlprozess für beide Positionen Mitte 2016 beendet sein wird. Zu den genauen Abläufen und Bedingungen der Wahl wie etwa einem erforderlichen Quorum äußert sich die Kanzlei nicht. Bei seiner Wiederwahl 2012 hatte Davies in einem ersten Anlauf die damals erforderliche 75-Prozent-Mehrheit verpasst. (Ulrike Barth, Jörn Poppelbaum)

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