Bei DaVita soll Rau eine europäische Rechtsabteilung entwickeln und gleichzeitig den Wachstumsprozess des US-Unternehmens begleiten. Dadurch wird Rau wieder stärker juristisch und transaktionsbegleitend tätig, als es zuletzt bei Linde der Fall war. Er verantwortete bei dem Spezialgashersteller die weltweite Rechtsabteilung, zu der bei seinem Weggang 112 Mitarbeiter in 18 Büros und 15 Ländern gehörten. Unter seiner Leitung entstand auch eine globale Compliance-Abteilung.
Nach seinem Ausscheiden bei Linde blieb Rau dem Unternehmen weiterhin als Berater verbunden, zwischenzeitlich machte er sich als Anwalt in München selbstständig und arbeitete für das Bucerius Center on the Legal Profession. Unter dem Dach der Bucerius Law School gibt das Center etwa Antworten auf die Frage, wie Rechtsabteilungen erfolgreich geführt werden können. Zudem war Rau für HEC tätig, eine Business School bei Paris.
Bevor Rau 2007 zu Linde kam, war er in der Rechtsabteilung von Johnson & Johnson tätig (mehr…). Bei dem Pharmazie- und Konsumgüterhersteller hatte er insgesamt acht Jahre in Brüssel und New Jersey gearbeitet und während seines US-Aufenthaltes auch als Geschäftsführungsmitglied einer internationalen J&J-Tochtergesellschaft fungiert. Insofern kehrt er nun zurück zu einem US-Arbeitgeber und knüpft an seine Erfahrung mit der Gesundheitsbranche an.
Das börsennotierte Unternehmen DaVita aus Denver ist auf die Behandlung von Nierenkrankheiten spezialisiert und in den USA in über 2.000 ambulanten Dialysezentren tätig. Das Unternehmen betreibt rund 70 Dialysezentren in zehn weiteren Ländern, darunter in Europa in Deutschland, Polen und Portugal. Insgesamt hat es 46.000 Mitarbeiter.
Erst 2011 erfolgte durch den Kauf eines deutschen Dialysebetreibers der europäische Markteintritt. Vor wenigen Wochen gab DaVita dann bekannt, dass sich ihr die Düsseldorfer ‚Praxis mit Nähe‘ anschließt. Sie betreibt unter anderem Dialyse- sowie Diabetologie-Zentren und war eine der größten deutschen Gemeinschaftspraxen in Besitz von Ärzten. Dadurch hat DaVita seine Präsenz in Deutschland auf zehn Zentren verdoppelt.