Verlust für Jones Day

Strafrechtler Hild schließt sich kleinerer Kanzlei an

Strafrechtler Eckart Hild verlässt Jones Day. Zum Jahreswechsel wechselt der 62-Jährige in die kleinere Frankfurter Kanzlei Wicker Hanf.Hild, seit 30 Jahren als Verteidiger tätig, war seit 1999 bei Jones Day. Er hatte den Status eines of Counsel inne und die Abteilung Forensic Services bei der US-Sozietät in Deutschland aufgebaut. Hild sagte, sein Abgang erfolge planmäßig und sei schon lange vorbereitet gewesen. Die Kanzlei und er hätten von Anfang an festgelegt, dass er Jones Day nach rund fünf Jahren wieder verlassen würde.

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Bei Wicker Hanf wird sich Hild neben der strafrechtlichen Beratung von Unternehmen auch wieder stärker auf sein Notariat konzentrieren, das er, bevor er zu Jones Day kam, in eigener Kanzlei aufgebaut hatte.

Für Wicker Hanf ist Hild der zweite Partner-Neuzugang in diesem Jahr. Seit Frühjahr verstärkt bereits Dr. Thilo Krause-Palfner (vormals Beiten Burkhardt) die Kanzlei, die mit Hild acht Partner und mehrere Associates zählen wird.

Hild genießt vor allem als Verteidiger hohes Ansehen. Er berät aber vermehrt auch Unternehmen, unter anderem wegen Korruption. Eines seiner jüngsten Mandate ist die Vertretung von Atlanta Killinger, der Ehefrau des Sportreporters Jürgen Emig, im Schmiergeldverfahren der ARD.

Nach dem Weggang von Hild verbleibt mit Associate Dr. Marijon Kayßer zwar eine erfahrene Strafrechtlerin bei Jones Day. Zudem besteht seine Abteilung noch aus zwei Zivilrechtlern. Trotzdem verliert die Kanzlei mit Hild einen ihrer bekanntesten Köpfe in Deutschland. (Astrid Jatzkowski, Jörn Poppelbaum)

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