Senge begann seine Karriere 2003 bei White & Case, bevor er 2007 zu Skandia wechselte. Hier übernahm er 2009 die Leitung der Rechts- und Complianceabteilung. Als der britische Versicherungskonzern Old Mutual Ende 2014 das Lebensversicherungsgeschäft von Skandia Deutschland und Österreich an die Unternehmensgruppe Heidelberger Leben verkaufte, begann das Unternehmen mit der Zentralisierung seiner Rechtsabteilung im hessischen Neu-Isenburg. Das Österreichgeschäft wurde inzwischen an den Münchner Finanzdienstleister FWU weiterverkauft.
Als General Counsel von Direct Line berichtet Senge direkt an den Vorstandsvorsitzenden José Ramón Alegre, der das Amt erst Anfang Februar übernahm. Im Team mit einer weiteren Juristin wird Senge für alle rechtlichen Fragen des Direktversicherers verantwortlich sein, Compliance-Themen sind dagegen nicht in seiner Abteilung angesiedelt. Direct Line mit Sitz im brandenburgischen Teltow zählt zu den größten deutschen Direktversicherern. Für das Unternehmen arbeiten rund 400 Mitarbeiter, zum Versicherungsbestand gehören mehr als eine Million Versicherungsverträge vor allem für Fahrzeuge. Im Mai 2015 wurde der Direktversicherer von dem spanischen Finanzdienstleistungskonzern Mapfre übernommen. Eine von Senges wichtigsten Aufgaben wird deshalb zunächst sein, die Anpassung der Strukturen von Direct Line an den spanischen Konzern zu begleiten.
Senge folgt bei Direct Line auf Wolfgang Müller, der 1999 bei der damaligen Allstate Direct Versicherung eingestiegen war. Nach der Übernahme durch Direct Line übernahm Müller 2002 den Aufbau der Rechtsabteilung. Ende 2015 verließ er das Unternehmen auf eigenen Wunsch in Richtung Ideal Versicherung, wo er nun den Fachbereich Recht leitet. Sein Team zählt neben ihm vier Berufsträger. (Christin Nünemann)