Kremer und Heltzel hatten sich Sasse erst Mitte 2006 angeschlossen, zuvor firmierte das Team drei Jahre lang unter Kremer Rechtsanwälte.
In der Anfang 2007 als Spin-off des Münchner Büros von Wilmer Hale hervorgegangenen MLawgroup trifft Kremer auf alte Bekannte. Denn der Corporate- und Transaktionsspezialist hatte zuvor für Wilmer Hale im Jahr 2000 deren Büro an der Isar mit gegründet. Drei Jahre später hatte er sich dann in eigener Kanzlei selbstständig gemacht.
„Kremers und Heltzels Klientel, bestehend aus einer Vielzahl von Technologie-, Medien- und US-Unternehmen, passt hervorragend zu unseren Tätigkeitsgebieten“, sagte MLawgroup-Gründungspartner Dr. Hubert Besner. Unter dem Dach der Sozietät sind nun insgesamt drei Equity-Partner, ein Salary-Partner und sieben Associates tätig.
Für Sasse bedeutet der Weggang dagegen den zweiten Verlust innerhalb kurzer Zeit: Erst zum Oktober hatte der Berliner Partner Eberhard Kromer der Kanzlei den Rücken gekehrt und war zu Schwarz Kelwing Wicke Westpfahl gewechselt.
Die Abgänge der vergangenen Wochen sind dabei ein Rückschlag für die vor allem im Medienrecht bekannte Sozietät: Anfang 2007 hatte Sasse ihr Kölner Büro geschlossen. Zuvor hatte sich am Rhein Namenspartner Helge Sasse Mitte 2006 für die Dauer seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender bei der Berliner Filmgesellschaft Senator aus der aktiven Anwaltsarbeit zurückgezogen. Der anvisierte Ausbau des Beratungsspektrums an den drei verbliebenen Standorten Berlin, Hamburg und München gelang der Kanzlei seither nicht. Insgesamt sind nun noch zehn Anwälte für Sasse tätig, davon sechs Partner. (René Bender)