Kommentar

Druck auf das Lockstep-System wächst

Autor/en
  • Aled Griffiths

Rainer Traugotts Wechsel von Linklaters zu Latham & Watkins ist erneut ein Coup für die US-Kanzlei. Und er belegt, dass sich Top-Kanzleien aus Großbritannien am Scheideweg befinden. So begann intern bei Linklaters unmittelbar nach Bekanntwerden von Traugotts Ausscheiden erneut die Diskussion um das Lockstep-System: Muss das strikte Vergütungsmodell gelockert werden, um den umsatzstärksten Partnern mehr zu zahlen, damit sie dem Lockruf des US-Dollars widerstehen? Doch die Bedrohung wird dies- und jenseits des Ärmelkanals unterschiedlich stark empfunden.

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Dank bemerkenswert solider Beziehungen in London sehen sich britischen Magic-Circle-Kanzleien in ihrem Heimatmarkt die US-Kanzleien nicht als wirkliche Konkurrenz – obwohl dort etwa Linklaters auch einige führende M&A-Spezialisten an US-Kanzleien verloren hat. Das Wachstum von Latham, Kirkland & Ellis oder Skadden Arps Slate Meagher & Flom nervt sie zweifellos. Aber sie wissen: Das Wachstum der US-Kanzleien ist auch in London begrenzt. Zu hoch sind ihre Profitabilitätserwartungen. 

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