Vergleich geplatzt, Befangenheitsantrag gescheitert, Mandat niedergelegt: Das Verhalten von Sernetz Schäfer scheint sich aus den jüngsten Entwicklungen im Streit zwischen den Kirch-Erben und der Deutschen Bank ableiten zu lassen. Doch bei näherem Hinschauen wird deutlich, dass es keinen Zusammenhang gibt. Die Entscheidung der Kanzlei hat nur mittelbar mit den Misserfolgen bei der Lösung des Konflikts zu tun. Sernetz zieht sich zurück, weil sie einen Widerspruch zwischen den beiden Beklagten Deutsche Bank und ihrem Ex-Chef Rolf Breuer sieht. Das ist richtig und auch zum jetzigen Zeitpunkt konsequent.
Selbst Standesrechtler tun sich schwer mit einer Antwort auf die Frage, wann verschiedene Mandanten in einer Sache nicht mehr einheitlich zu vertreten sind. So ist auch das Festhalten am Mandat bei Hengeler Mueller und Gleiss Lutz nicht völlig abwegig. Sie verweisen darauf, dass sie allein im Außenverhältnis bei der Abwehr von Ansprüchen tätig sind. Der Konflikt zwischen der Bank und Breuer sei davon nicht berührt.
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