Bilfinger hat viel Lehrgeld bezahlt. Rund 180 Millionen Euro hat das Unternehmen bislang in die Überarbeitung seiner Compliancestrukturen investiert. Es hat – nach vielem Hin und Her – seine Führungsriege ausgetauscht, die Konzernstruktur überarbeitet und Ex-FBI-Direktor Louis Freeh als Berater engagiert. Wenn der Compliance-Monitor Mark Livschitz Ende 2018 das Unternehmen verlässt, liegen fünf Jahre harter Arbeit hinter Bilfinger. Die haben sich gelohnt. Weil das Geschäftsmodell sich geändert hat. Weil das Compliancesystem nun zu den besten in Deutschland zählen dürfte. Und weil sich Bilfinger rein gewaschen hat. Das hätte der Konzern alles viel früher haben können.
Denn zunächst nahm man in Mannheim den Compliance-Monitor nicht so richtig ernst. Die Umsetzung der Forderungen war halbherzig, der Aufseher unzufrieden. Das Monitorship ging in die Verlängerung.
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