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Börsendebüt für das chinesische Unternehmen Joyou AG

Das chinesische Unternehmen Joyou AG feiert heute sein Börsendebüt. Mit einem Emissionserlös von rund 105 Millionen Euro inklusive Mehrzuteilungen von rund 14 Millionen Euro ist der Neuzugang an der Frankfurter Börse bisher der kleinste unter den vier Börsengängen dieses Jahres.

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Mit einem Emissionserlös von rund 105 Millionen Euro inklusive Mehrzuteilungen von rund 14 Millionen Euro ist der Neuzugang an der Frankfurter Börse bisher der kleinste unter den vier Börsengängen dieses Jahres.

Dennoch ist der IPO des Herstellers von Badezimmer-, Küchen- und sonstigen Armaturen beachtlich: Joyou ist bereits der vierte chinesische Konzern nach Zhong De Waste Technology, Asian Bamboo und dem Telekommunikationsdienstleister Vtion Wireless, der sich am deutschen Aktienmarkt niedergelassen hat.

Als Emissionsbanken agierten Macquarie Capital und China International Capital Corporation Hong Kong Securities. Co-Lead Managers waren die WestLB und DZ Bank. 

Den Börsengang mitgetragen haben überdies die Gesellschafter der Hongkonger Joyou Holding, die ihre Anteile nun im Rahmen eines Share Swaps in die bereits 2008 gegründete deutsche Aktiengesellschaft einbrachten. Neben der Familie Cai waren die größten Gesellschafter bislang die Hongkonger Investmentgesellschaft China Renaissance Capital (CRCI) sowie der deutsche Badarmaturenhersteller Grohe, mit dem Joyou im Herbst 2009 eine Vertriebsvereinbarung für den chinesischen Markt geschlossen hatte. Der Jahresumsatz von Joyou lag 2009 bei rund 172 Millionen Euro.

Angaben des Emittenten zufolge wurden im Rahmen des Börsengangs der Gesellschaft insgesamt 8.050.000 Aktien platziert. Hiervon würden 7 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen und 1.050.000 Aktien aus dem Eigentum der Greenshoe-Aktionäre im Rahmen einer Mehrzuteilung stammen, hieß es den Angaben zufolge weiter. (Jörn Poppelbaum)

Berater Joyou
CMS Hasche Sigle (Frankfurt): Philipp Melzer (Federführung), Dr. Henrik Drinkuth, Dr. Andreas Zanner (beide Kapitalmarktrecht), Dr. Ulrike Glück (Legal Due Diligence; Schanghai)

Berater Banken
Dewey & LeBoeuf
(Frankfurt): Mathias von Oppen (Federführung), Joseph Marx , Philipp von Ilberg, Kai Göhring, Gang Yuan (Peking), Stephen Wozencroft, Vanessa Huang (beide Kongkong)

Berater CRCI
Freshfields Bruckhaus Deringer
(Frankfurt): Dr. Heiner Braun (Federführung; Schanghai), Dr. Martin Schiessl (Steuerrecht); Associates: Dr. Christian Zeppezauer (Schanghai), Michiel Huizinga (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Falko Tappen (Steuerrecht), Edward Freeman (Gesellschaftsrecht/M&A; Hongkong)

Berater Grohe
Weil Gotshal & Manges
: Dr. Heiner Drüke (Corporate/Kapitalmarktrecht; Frankfurt), Dr. Thomas Schmid (Corporate; München), Henry Ong (Corporate; Hongkong), Tobias Geerling (Steuerrecht; München); Associates: Dr. Jan Harmjanz, Hendrik Schmiady (beide Corporate; Frankfurt), Christian Küpker, Sven Ceranowski (beide Steuerrecht; München), Yan Yang (Corporate; Peking)

Hintergrund: Mit CMS Hasche Sigle und Dewey & LeBoeuf hat sich hierzulande so etwas wie eine feste Berater-Allianz für Börsengänge chinesischer Unternehmen herauskristallisiert. Bei allen bisherigen China-IPOs in Deutschland waren die beiden Kanzleien in derselben Konstellation vertreten. 

Die Beraterinnen der Gesellschafter, Freshfields und Weil Gotshal, profitierten bei ihrer Mandatierung von ihrer asiatischen Präsenz. Weil Gotshal-Partner Drüke ist zudem seit dem von ihm begleiteten Einstieg des Finanzinvestors Texas Pacific bei Grohe vor sechs Jahren fester Berater des deutschen Badarmaturenherstellers.

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