Juve Plus IPO-Markt gewinnt Kraft

CMS und Ashurst begleiten Powerland an die Börse

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  • JUVE

Der chinesische Handtaschen- und Lederwarenhersteller Powerland ist heute an die Frankfurter Börse gegangen. Ein Konsortium unter Führung der australischen Investmentbank Macquarie und der Berenberg Bank begleitete die Gesellschaft bei ihrem Debüt am Prime Standard, der Gesamtemissionserlös lag bei knapp 95 Millionen Euro.

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Davon fließen dem Unternehmen insgesamt 75 Millionen Euro zu, an den Powerland-Mehrheitsaktionär und -Gründer Shunyuan Guo gehen 20 Millionen Euro. Die Aktien wurden fast ausschließlich institutionellen Kunden zur Zeichnung angeboten, der Großteil der Papiere wurde in Großbritannien, Deutschland und der Schweiz platziert.

Powerland gehört mit einem Umsatz von zuletzt 112 Millionen Euro und 1.075 Mitarbeitern zu den führenden chinesischen Markenhersteller von Handtaschen und Accessoires. Im Vergleich zu 2009 steigerte die Gesellschaft ihren Umsatz um rund 30 Millionen Euro. Mit dem Geld aus dem IPO will die erst 2003 gegründete Gesellschaft weiteres Wachstum im Heimatmarkt finanzieren. Bislang ist Powerland mit 120 Filialen ausschließlich in den Großstädten Chinas präsent.

Nach dem Börsenstart des Industrieausstatters Norma vom vergangenen Freitag ist der Powerland-IPO der zweite binnen weniger Tage und nährt die Hoffnungen auf ein Anziehen des in den vergangenen Jahren dümpelnden IPO-Geschäfts.

Berater Powerland
CMS Hasche Sigle:
Philipp Melzer (Federführung; Kapitalmarktrecht), Dr. Ulrike Glück (Koordination Due Diligence; Schanghai); Associates: Peter Holst, Ning Zhang, Stephan Parrandier, Dr. Stefan Ueding, Vanessa Harms (alle Kapitalmarktrecht), Dr. Alexander Panier (Gesellschaftsrecht), Dr. Annett Kenk, Marcus Fischer (beide Steuerrecht), Dr. Tilman Weichert (Gesellschaftsrecht; München), Kevin Wang (Due Diligence), Charlie Sun (Steuerrecht), Vera Jin (Grundstücksrecht), Chesy Chen (Immaterialgüterrecht; alle Schanghai)

Berater Banken
Ashurst (Frankfurt): Matthias von Oppen (Federführung), Lina Lee (Hongkong); Associates: David Sänger, Daniel Öhvall (alle Corporate Finance)

Inhouse: (Macquarie; London): Ian Ramsbottom – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: IPOs chinesischer Unternehmen in Deutschland sind inzwischen schon fast so etwas wie ein Familientreffen auf Beraterseite. CMS erarbeitete sich durch ihren Frankfurtern Partner Dr. Andreas Zanner bislang auf Emittentenseite eine sehr dominante Rolle – die Kanzlei begleitete alle der inzwischen fünf chinesischen Emittenten bei ihren Starts an der Frankfurter Börse. Zanners gewachsenen Kontakte nach China brachten jetzt – wie schon im vergangenen Jahr beim Start des Armaturenherstellers Joyou – erneut den jungen Partner Philipp Melzer in die federführende Rolle (mehr…).

Das CMS-Gegenüber als externer Berater der Konsortialbanken war dabei bislang ausnahmslos von Oppen, der für Dewey & LeBoeuf in den vergangenen Jahren eine bei sogenannten China-IPOs sehr präsente Praxis etabliert hatte. Ende 2010 wechselte von Oppen dann zu Ashurst (mehr…), für die er seither eine IPO-Praxis in Deutschland aufbaut. Schon bei seinem Wechsel gingen Marktbeobachter davon aus, dass er seine etablierten Bankenkontakte transferieren können wird.

Vor allem zur Privatbank Sal. Oppenheim hatte von Oppen in den vergangenen Jahren sehr enge Kontakte. Vor rund einem Jahr wechselte dann der Großteil der Mitarbeiter aus dem Geschäft mit Aktienplatzierungen von Sal. Oppenheim zu Macquarie, die damit nach Einschätzung von Marktbeobachtern künftig bei China-IPOs eine ähnlich exponierte Rolle wie zuvor Sal. Oppenheim einnehmen dürfte. Die Verbindung zu von Oppen jedenfalls blieb bestehen. (René Bender)

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