Juve Plus Trennung von Düngemittelsparte

BASF baut auf Inhouse-Team, Eurochem auf Linklaters

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Der Chemiekonzern BASF hat sich wie angekündigt von seinem Düngemittelgeschäft getrennt. Für 700 Millionen Euro verkaufte das Ludwigshafener Unternehmen die Sparte an den russischen Konkurrenten EuroChem. Der norwegische Stickstoffspezialist Yara hatte das Nachsehen.

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BASF gibt mit der Transaktion Anlagen zur Produktion von Stickstoff-Düngemitteln im belgischen Antwerpen ab sowie eine 50-prozentige Beteiligung an dem Joint Venture mit dem französischen Mineralölkonzern Total im elsässischen Ottmarsheim. Die Jahreskapazität des veräußerten Geschäfts beträgt 2,5 Millionen Tonnen. Nicht veräußert wurden Düngemittel-Anlagen am Konzernsitz in Ludwigshafen, die für BASF von grundlegender Bedeutung sind.

Bereits im Frühjahr hatte BASF die renditeschwache Düngemittelsparte zum Verkauf gestellt. Sie macht insgesamt weniger als ein Prozent des Konzernumsatzes aus. Vor allem Billigproduzenten aus dem Nahen Osten machten BASF zuletzt zunehmend Konkurrenz und drückten auf die Marge. Die Wettbewerbsbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Berater Eurochem
Linklaters: Sarah Wiggins (London), Pieter Puelinckx (Brüssel) – aus dem Markt bekannt

Berater BASF
Inhouse (Ludwigshafen): Dr. Stefan Sechting (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Sascha Reichardt (Kartellrecht), Dr. Virginia Hennes (Corporate/M&A), Hans Matthysen (Antwerpen), Patrick Guyot (General Counsel Frankreich)
DLA Piper (Antwerpen): Koen Selleslags (Corporate)

Berater Yara
Freshfields Bruckhaus Deringer (Brüssel): Dr. Thomas Wessely (Federführung; Kartellrecht), Chris Sunt, Geert Verhoeven (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Fabrice Cohen (Paris; Gesellschaftsrecht/M&A); Associates: Angeline Woods, Ermelinda Spinelli (beide Kartellrecht), Céline Vanbever, Julie Pankert (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Guillemette Burgala, Noémie Laurin, Karine Debaecker (alle Gesellschaftsrecht/M&A; alle Paris)

Hintergrund: BASF vertraut regelmäßig auch bei größeren Transaktionen komplett auf ihre Inhouse-Juristen, so etwa im vergangenen Jahr bei der milliardenschweren Übernahme des Wettbewerbers Cognis (mehr…). Erst kürzlich zog der Chemiekonzern bei einem Joint Venture mit der britischen Gesellschaft Ineos allerdings ein Team von Freshfields Bruckhaus Deringer hinzu (mehr…).

Auf Käuferseite war es für Linklaters, soweit bekannt, das erste größere Mandat an der Seite von Eurochem. Hinter Eurochem steht der russische Industrielle Andrei Melnichenko. Dessen Investmentgesellschaft Linea vertraute 2007 beim Einstieg beim Kaliproduzenen K+S hierzulande K&L Gates (mehr…). (René Bender)

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