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Lufthansa will BMI mit Baker an IAG verkaufen

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Die Deutsche Lufthansa trennt sich von ihrer Tochter British Midland (BMI). Die Fluglinie geht an an den Mutterkonzern von British Airways, International Consolidated Airlines Group (IAG). Der Dealwert soll Medienberichten zufolge zwischen 350 bis 460 Millionen Euro liegen.

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Die beiden Unternehmen trafen eine Grundsatzvereinbarung über den Verkauf. Die Verhandlungen um den Kaufvertrag und die Due-Diligence-Prüfung laufen derzeit noch. Auch die Freigabe der Kartellbehörden steht aus. Lufthansa und IAG wollen den Kauf in den nächsten Wochen fest vereinbaren und die Transaktion im ersten Quartal 2012 abschließen. Laut Medienberichten soll es eine Handvoll Interessenten für BMI gegeben haben. Bekannt ist etwa, dass auch die britische Fluglinie Virgin Atlantic ein Angebot abgab.

BMI ist wegen seinen lukrativen Flugrechten auf dem Flughafen London-Heathrow einerseits sehr attraktiv. Andererseits schrieb das Unternehmen in den vergangenen Jahren stets Verluste. Das operative Ergebnis für Januar bis September 2011 lag bei minus 154 Millionen Euro. In den roten Zahlen steckte das Unternehmen bereits 2009, als die Lufthansa ihren Anteil von 30 Prozent sukzessiv auf 100 Prozent aufstockte. Zunächst übernahm sie 50 Prozent der Anteile von BMI-Gründer Sir Michael Bishop. Die restlichen 20 Prozent erhielt Lufthansa von der Fluggesellschaft SAS aus Schweden.

Berater International Consolidated Airlines Group
Slaughter and May (London): David Wittmann – aus dem Markt bekannt

Berater Lufthansa
Baker & McKenzie (London/Düsseldorf): Peter Strivens (London), Sönke Becker (Düsseldorf; beide Federführung), Matthias Eggert (Frankfurt), Hermann Ali Hinderer (Berlin), Arron Slocombe, Ian Jack, Robert West, Louise Webb (alle London) – aus dem Markt bekannt
WilmerHale (Brüssel): Dr. Sven Völcker; Associate: Dr. Alexander Israel (beide Kartellrecht)
Inhouse (Frankfurt): Dr. Michael Niggemann – aus dem Markt bekannt

Berater Virgin Atlantic
Nicht bekannt

Hintergrund: Baker hat die Lufthansa bereits mehrfach beraten. So beriet die Kanzlei den Konzern, als er die BMI-Anteile von SAS übernahm. Slaughter and May-Partner Wittmann ist ebenfalls ein bewährter Berater von IAG. Er betreute das Tochterunternehmen British Airways schon Mitte 2010, als es sich mit der spanischen Fluglinie Iberia zusammen schloss. Aus der Fusion heraus entstand IAG als Holding.

Als Lufthansa Bishops Anteile an BMI übernahm, sah die Beraterriege anders aus. Freshfields Bruckhaus Deringer war für Lufthansa tätig, BMI zog Ashurst hinzu. Dem Deal ging zudem ein Streit zwischen Lufthansa und Bishop voraus. Der Streit drehte sich um die Verkaufsbedingungen von Bishops Anteilen und wurde letztlich außergerichtlich beigelegt.

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