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06.07.2018

Digitalisierungsdruck: Thüga steigt mit Inhouse-Hilfe bei Noerr-Mandantin BS Energy ein

Der Braunschweiger Stadtrat hat den Einstieg des Stadtwerkeverbunds Thüga beim Braunschweiger Energieversorger BS Energy genehmigt. Die Thüga hatte sich zuvor im Rahmen eines Bieterverfahrens als Partner für die Digitalisierung der Gesellschaft durchgesetzt. Der Wert der Transaktion dürfte im unteren dreistelligen Millionenbereich liegen.

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Christoph Spiering

Die Thüga steigt bei der deutschen Tochter des französischen Konzerns Veolia ein, der Veolia Stadtwerke Braunschweig. Mit dieser Beteiligungsgesellschaft hält Veolia die Mehrheit an BS Energy, einen Minderheitsanteil hält die Stadt Braunschweig. Durch den Einstieg bei der Veolia-Tochter in Höhe von 33,1 Prozent ist die Thüga zukünftig mittelbar mit 24,8 Prozent an BS Energy beteiligt.

BS Energy hatte im vergangenen Jahr angekündigt, einen Partner für die notwendigen Investitionen in ihre Digitalisierung zu suchen. Eingebettet in einen Ideenwettbewerb, an dem sich dem Vernehmen nach auch die Steag und Gelsenwasser beteiligten, wurde im Mai der zukünftige Partner ernannt. Nachdem der Braunschweiger Stadtrat nun für den Einstieg der Thüga gestimmt hat, geht es in den kommenden Wochen darum, die bestehenden Konzessionen in die zu verhandelnden Konsortialverträge einzubringen.

Berater Thüga
Inhouse Recht (München): Gabriele Aplenz (Leiter Recht), Alexandra Kilian
Gleiss Lutz (München): Dr. Petra Linsmeier (Kartellrecht)

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Petra Linsmeier

Berater Veolia
Noerr (Hamburg): Dr. Christoph Spiering (Federführung), Dr. Tibor Fedke, Katrin Andrä (alle Corporate/M&A; beide Berlin)
Inhouse Recht (Berlin): Stephan Haase (Leiter Recht), Christian Kahnt
Schnittker Möllmann Partners (Hamburg): Stefan Richter, Dr. Malte Bergmann (beide Steuern)
Inhouse Steuer (Hamburg): Tatjana Schmidt

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Elisabeth Lepique

Berater Stadt Braunschweig
Luther (Köln): Dr. Elisabeth Lepique (Federführung), Dr. Thomas Halberkamp (beide Corporate/M&A, Hannover)

Berater Steag
Aulinger (Essen): Dr. Markus Haggeney, Dr. Jens Hausmanns (beide Corporate/M&A)
Inhouse Recht (Essen): Nina Hollender, Manfred Ziwey (Projektfinanzierung)
PricewaterhouseCoopers (Berlin): Steffen Apfel (Federführung; M&A/Steuern)

Berater Gelsenwasser
Flick Gocke Schaumburg (Bonn): Dr. Michael Erkens (Corporate/M&A)
Inhouse Recht (Gelsenkirchen): Dr. Mathias Dierkes (Leiter Recht)

Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt.

Die Thüga hat die Transaktion weitgehend über ihre Inhouse-Abteilung um die Rechtsabteilungsleiterin Aplenz auf den Weg gebracht. Allein für die kartellrechtlichen Fragen zog sie dem Vernehmen nach mit Gleiss externe Berater hinzu.

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Michael Erkens

Noerr-Partner Spiering hat seit der erfolgreichen Rückübertragung der Beteiligung an den Wasserbetrieben an die Stadt Berlin gute Kontakte zu Veolia Deutschland. Im vergangenen Oktober mandatierte dann erstmals BS Energy Spiering für eine Transaktion. Seinerzeit ging es um den Verkauf des Steinkohlekraftwerks Mehrum an den tschechischen Investor EPH. Beim Einstieg der Thüga war Spiering wieder im Mandat der Veolia, wobei er eng mit der Rechtsabteilung um Haase zusammen arbeitete. Auch Luther-Partnerin Lepique, die hier die Stadt Braunschweig beriet, kennt Spiering. Sie war in dem Komplex Berliner Wasserbetriebe auf Seiten des Landes tätig.

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Markus Haggeney

In dem Bieterverfahren setzte die Steag erstmals in einer Transaktion auf die Essener Kanzlei Aulinger, die ihre Kontakte zu dem Essener Unternehmen auch durch den Zugang der ehemaligen Luther Salary-Partnerin Claudia Schoppen ausbauen konnte. Zuletzt war Aulinger an der Seite von Gelsenwasser bei einer Transaktion zu sehen, als sie für das Fernwärmenetz der Steag bot. Für Gelsenwasser kam dieses Mal ein Bonner Team von Flick Gocke zum Zug. (Martin Ströder)

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