Fernwärme

Meag steigt mit Luther bei White & Case-Mandantin Steag ein

Die Münchner Meag ist bei der Fernwärmetochter der Essener Steag eingestiegen. Der Vermögensverwalter der Versicherungsunternehmen Munich Re und Ergo setzte sich in einem Bieterverfahren durch und erwarb für 110 Millionen Euro einen Minderheitsanteil von 49 Prozent. Die Steag verkauft derzeit mehrere ihrer regionalen Fernwärmenetze.

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Krömker_Michael
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Meag, der er mit einem verwalteten Vermögen von rund 270 Milliarden Euro drittgrößte deutsche Vermögensmanager, investiert derzeit verstärkt in Infrastrukturprojekte. Der Erwerb der Steag-Anteile soll rückwirkend zum Jahresbeginn wirksam werden und muss noch kartellrechtlich genehmigt werden. Neben der Meag  sollen unter anderem auch Gelsenwasser, Rheinwerke sowie der Dutch Investment Funds (DIF) und Commerz Real als Bieter im Rennen gewesen sein.

Daneben hat die Steag auch ihr regionales Fernwärmenetz Bonn an die Stadtwerke Bonn sowie Anteile an der Fernwärmeversorgung Niederrhein an die Stadtwerke Dinslaken verkauft.

Bereits im Frühjahr hatte die Steag erklärt, Teile ihres Fernwärmegeschäfts veräußern zu wollen. Aufgrund sinkender Großmarktpreise für Strom musste sie zuletzt zahlreiche Kohlekraftwerke abstellen. Die Entwicklung drückte maßgeblich auf die Bilanz.

Die Essener scheinen ihr zukünftiges Fernwärmegeschäft mit dem Partner Meag auf die lukrative Rhein-Ruhr-Schiene zu fokussieren. Das Rhein-Ruhr-Netz gilt nach Berlin als größtes, zusammenhängendes Fernwärmenetz Deutschlands. Mit den Stadtwerken Essen, die zuvor ebenfalls an einer Rekommunalisierung der Fernwärmenetze auf ihrem Stadtgebiet interessiert waren, einigten sie sich erst im Januar auf die Gründung einer Kooperationsgesellschaft.

Berater Meag
Luther (Düsseldorf): Dr. Michael Krömker (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Holger Stappert (Kartellrecht/Regulierung), Philipp Dietz (Corporate/M&A; Köln), Dr. Guido Jansen (Energierecht), Dr. Stefan Altenschmidt (Umwelt- und Planungsrecht), Dr. Eva Ruetz (Arbeitsrecht), Dr. Philipp Pröbsting (Immobilienrecht), Nicole Fröhlich (Steuerrecht; Frankfurt), Franz-Rudolf Groß (Kartellrecht/Regulierung); Associates: Fabian Mimberg, Johann Brehm (Corporate/M&A; beide Köln), Almuth Berger, Cosima Hippel (Kartellrecht/Regulierung), Ramona Hubracht (Steuerrecht; Frankfurt)
Inhouse Recht (München): Sven Konrad
EY (Steuerrecht) – aus dem Markt bekannt

Kraffel_Jörg
Kraffel_Jörg

Berater Steag Fernwärme
Inhouse Recht (Essen): Nina Hollender (General Counsel), Volker Breilmann, Tobias Gwisdalla
White & Case: Dr. Peter Rosin (Energierecht/M&A; Düsseldorf), Dr. Jörg Kraffel (Berlin), Dr. Markus Stephanblome (Frankfurt; beide M&A; alle Federführung), Jana Michaelis (Energierecht/M&A), Christina Will (M&A; beide Düsseldorf), Dr. Carsten Rodemann (M&A), Prof. Dr. Norbert Wimmer (Öffentliches Recht), Dr. Andreas van der Eikel (Immobilienrecht; beide Berlin), Frank-Karl Heuchemer (Arbeitsrecht), Dr. Bodo Bender (Steuerrecht), Florian Ziegler (Bank- und Finanzrecht; alle Frankfurt), Dr. Justus Herrlinger, Dr. Lars Petersen (beide Kartellrecht; beide Hamburg), Prof. Dr. Ulrich Büdenbender (Energierecht/Regulierung), Prof. Dr. Michael Bartsch (M&A; beide Düsseldorf), Christoph Arhold (Öffentliches Recht; Berlin); Associates: Wiebke Asboe (Energierecht/M&A), Alexander Dartsch, Dr. Maximilian Esser (beide M&A; alle Düsseldorf), Yasmin Weber (M&A), Kathrin Ahting, Julian Arnold (beide Öffentliches Recht; alle Berlin), Andreas Kössel (Arbeitsrecht), Dr. Patrick Hofmann (IP; beide Frankfurt), Dr. Daniel Valdini (Kartellrecht; Hamburg)
KPMG (Düsseldorf): Jörg Ufer (Steuerrecht)

Berater Gelsenwasser
Aulinger (Essen): Dr. Markus Haggeney (Corporate; Federführung), Dr. Andreas Lotze (Regulierung/Kartellrecht); Associate: Jens Hausmanns (Corporate) – aus dem Markt bekannt

Berater DIF
Ashurst (Frankfurt): Dr. Maximilian Uibeleisen (Energierecht/Öffentliches Wirtschaftsrecht), Dr. Benedikt von Schorlemer (Corporate/M&A, beide Federführung), Derk Opitz (Bank- und Finanzrecht), Dr. Martin Bünning (Steuerrecht), Nicolas Deuerling (Immobilienrecht), Ute Zinsmeister (Kartellrecht), Dr. Philip Cavaillès (Corporate/M&A), Nikolos Tsagarelli (Bank- und Finanzrecht), Dr. Marius Fritzsche (Arbeitsrecht); Associates: Felix Bergfort (Immobilienrecht), Dr. Ian M. Maywald (Corporate), Simon Groneberg (Energierecht/Öffentliches Wirtschaftsrecht), Dr. Maria Held (Kartellrecht); Holger Mlynek (Energierecht), Juditha von der Heydt (Arbeitsrecht), Carina Park (Steuerrecht).
FPS Fritze Wicke Seelig (Frankfurt): Dr. Hans-Christoph Thomale (Energierecht)

Finanzierer DIF
Baker & McKenzie (Frankfurt): Dr. Oliver Socher (Bank- und Finanzrecht), Dr. Tim Heitling (Corporate/Energierecht) – aus dem Markt bekannt

Berater Rheinwerke (Konsortium aus Rheinenergie und Stadtwerke Düsseldorf)
Görg (Köln): Dr. Oliver von Rosenberg (Corporate/M&A)
Inhouse Rheinenergie: Thomas Mertens (Leiter Recht)
Inhouse Stadtwerke Düsseldorf: Meinulf Hermanns (Leiter Recht) – alle aus dem Markt bekannt

Berater Commerz Real
Noerr (Berlin): Dr. Tibor Fedke (Corporate/M&A), Dr. Cornelia Kermel (Energierecht), Katrin Andrä (Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Luther kam über einen Pitch in das Mandat der Meag. Das Team um Corporate-Partner Krömker hatte zuletzt auch mit ihrer Arbeit für internationale Mandanten wie Statkraft oder Eneco auf sich aufmerksam gemacht. In dem aktuellen Mandat spielte zudem die für den Fernwärmemarkt nicht unerhebliche Verknüpfung von energie- und kartellrechtlichen Fragen eine wichtige Rolle. Der Energie- und Kartellrechtspartner Stappert kennt Steag zudem gut: Als Evonik das Unternehmen 2014 an ein Stadtwerkekonsortium veräußerte, war er Teil eines großen Teams, das für Remondis bot.

Hollender_Nina
Hollender_Nina

Steag mandatiert regelmäßig mindestens zwei Kanzleien. Neben CMS Hasche Sigle besteht ein enger Kontakt zu White & Case. Die Arbeit hinsichtlich des Meag-Einstiegs begann bereits Anfang des Jahres. Weil die Steag mit dem anteiligen Verkauf ihrer Fernwärmetochter im weitesten Sinne Staatseigentum veräußert, musste das Verfahren beihilferechtskonform gestaltet werden. Dies erreichten die Verkäufer durch das Aufsetzen eines strukturierten internationalen Bieterverfahrens.

Anders als der Meag-Einstieg wurde der Verkauf der Fernwärme Niederrhein federführend durch die Steag-Inhousejuristen beraten und nur in Teilbereichen von dem White & Case-Team um Kraffel und Rosin unterstützt. Die Veräußerung des Fernwärmenetzes Bonn-Duisdorf stemmte die Steag-Rechtsabteilung ganz allein.

Aulinger, die nun den Bieter Gelsenwasser berieten, stand auch den Stadtwerken Essen bei dem Fernwärme-Joint-Venture mit der Steag zur Seite.

Zuletzt etwa Die Banken, die das Angebot von DIF finanziert hätten, wurden nach JUVE-Informationen von einem Baker & McKenzie-Team um die Partner Dr. Oliver Socher und Dr. Tim Heitling beraten. (Martin Ströder)

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