Zum Jahresende 2005 hatte bereits der Steuer- und Gesellschaftsrechtler Dr. Ralf Eckert der US-Kanzlei den Rücken gekehrt und sich mit Associate Dr. Christian Gebhardt in der eigenen Sozietät Eckert & Gebhardt selbstständig gemacht. Kretschmer und Eckert hatten Beiten Burkhardt Anfang 2002 zusammen mit dem Corporate-Spezialisten Christian von Sydow und weiteren Anwälten verlassen und mit einem Gründungsteam von fünf Partnern seitdem die deutsche Präsenz für McDermott aufgebaut. Dort gehörte Kretschmer als Co-Leiter des Münchner Büros drei Jahre lang auch dem Management Committee der Gesamtsozietät an.
In seiner neuen Kanzlei soll der Gesellschaftsrechtler vor allem die grenzüberschreitende Transaktionspraxis weiter ausbauen. „Mit 15 Jahren Berufserfahrung aus einer Vielzahl grenzüberschreitender Transaktionen ist Dr. Kretschmer eine wertvolle Verstärkung für uns“, sagte Managing Partner Dr. Matthias Heisse.
Zuletzt betreute er im vergangenen Jahr etwa das britische Pharmaunternehmen ProStrakan bei der Übernahme der Weßlinger APS Pharma GmbH. Seine neue Kanzlei verstärkte ihre internationale Ausrichtung zuletzt, seit Juli vergangenen Jahres ist Heisse Kursawe exklusives Mitglied im europäischen Kanzleinetzwerk der britischen Kanzlei Eversheds.
Bei McDermott bedauerte man Kretschmers Ausscheiden und will die Corporate-Praxis kurzfristig wieder mit Quereinsteigern verstärken. Derzeit sind für McDermott in München rund 25 Anwälte tätig. Im Corporate-Bereich arbeiten dort noch drei Partner, ein weiteres Team mit vier Partnern ist vom zweiten deutschen Standort Düsseldorf aus tätig.