Für Bertelsmann war Hernler von 1984 bis zum vergangenen Jahr am Unternehmensstammsitz Gütersloh tätig, seit 1996 als Bereichsvorstand Steuern. Er wurde in dieser Zeit zu einem der bekannteren Steuerabteilungsleiter hierzulande und gilt als Spezialist für internationale Konzernsteuern. Unter anderem erarbeitete Hernler laut Angaben von Schlütter Bornheim Seitz das Konzept einer alternativen EU-Gruppenbesteuerung, das zurzeit bei der Europäischen Union diskutiert wird.
Neben seiner künftigen Aufgabe bei Schlütter Bornheim ist Hernler seit seinem Ausscheiden bei Bertelsmann bereits eine Reihe weiterer Engagements eingegangen. In Paderborn, wo er seit 1998 Lehrbeauftragter für Unternehmenssteuerrecht ist, wurde er erst im Juli zum Honorarprofessor ernannt. Zudem agiert der Österreicher Hernler seit 2010 auch als of Counsel der WTG Wiener Treuhand Gruppe, die seit 2010 Teil der internationalen Allianz des stark expandierenden deutschen Steuerberatungsunternehmens WTS ist.
Bei Schlütter Bornheim Seitz soll sich Hernler insbesondere dem Bereich Verrechnungspreise annehmen. Das Gebiet hat in der Kanzlei zuletzt größeres Gewicht erhalten. So berät SBS seit dem vergangenen Jahr den Medizinkonzern Paul Hartmann bei der Neugestaltung seines Verrechnungspreissystems.
Derzeit prägt vor allem Namenspartner Dr. Wolfgang Bornheim das steuerliche Erscheinungsbild der Kanzlei. Mit Hernler hat die Kölner Sozietät nun einen zweiten bekannten Berater an Bord und beschäftigt damit im Steuerteam zwei Equity-Partner, drei Salary-Partner sowie drei Associates. (Jörn Poppelbaum)