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06.12.2012

Neujustierung in Berlin: Taylor Wessing holt Regulierungsteam, Kanzlei Lambsdorff startet

Das Berliner Büro von Taylor Wessing holt ein Trio dazu, das die Beratung der Energiebranche in den Fokus nehmen wird. Von Linklaters kommen Dr. Thomas Dörmer (39) und Dr. Tim Heitling (36), die beide Partner werden. Abgerundet wird das Team von Dr. Daniel Neudeker, der als Associate von P+P Pöllath + Partners wechselt. Für Taylor Wessing ist der Gewinn des Teams ein wichtiger Schritt, um ihr Regulierungsprofil in der Hauptstadt zu stärken. Allerdings verliert die Kanzlei auch drei Anwälte, darunter M&A-Partner Dr. Christian Stuhlmann. Alle drei gründen gemeinsam mit dem kürzlich ausgeschiedenen Partner Konstantin Graf Lambsdorff die gleichnamige Sozietät.

Thomas Dörmer

Thomas Dörmer

Dörmer und Heitling waren beide langjährig bei Linklaters tätig, zuletzt als Managing Associates. Dörmer wechselt aus Düsseldorf nach Berlin und bringt vor allem Erfahrung aus der Beratung zahlreicher M&A-Transaktionen für Dax-30-Unternehmen und weitere in- und ausländische Unternehmen sowie Banken und Finanzinvestoren mit. Sein Schwerpunkt ist die Beratung bei Transaktionen im Energiesektor. Bei Linklaters gehörte er zuletzt unter anderem zu dem Team, das RREEF Infrastructure im Bieterverfahren um Thyssengas begleitete (mehr…).

Auch Heitling (36) begleitet die Energiebranche schon seit Jahren. Seine Schwerpunkte sind die Beratung im Regulierungsrecht, zu Fragen rund um erneuerbare Energien sowie Kraftwerken und bei Projektfinanzierungen. Heitling leitete unter anderem ein Linklaters-Team, das Macquarie erfolgreich im Bieterverfahren um Thyssengas begleitete, ebenso ein Konsortium im Kampf um Open Grid Europe (mehr…)

Der Einstieg des Teams ist bei Taylor Wessing in Berlin Teil der neuen, kanzleiweiten Strategie, sich stärker auf die Beratung bestimmter Industrien zu konzentrieren (mehr…). Das Hauptstadt-Büro setzt dabei Schwerpunkte in der Beratung regulierter Industrien, etwa der Energiebranche, sowie des Öffentlichen Sektors, der Medien-, IT- und Venture-Capital-Szene und im Immobilienrecht.

 „Mit Thomas Dörmer und Tim Heitling gewinnen wir klassische gesellschafts- und energierechtliche Kernkompetenz hinzu, gepaart mit umfassender Transaktionserfahrung, insbesondere im regulatorischen Umfeld“, sagt Dr. Burkhard Frisch, der kürzlich die Geschäftsführung des Berliner Taylor Wessing-Büros übernommen hat.

Konstantin Graf Lambsdorff

Konstantin Graf Lambsdorff

Er übernahm damit eine Position, die lange Konstantin Graf von Lambsdorff innehatte. Lambsdorff, der maßgeblich an der Entwicklung des neuen Kanzleikurses mitgewirkt hatte, war im Oktober aus der Kanzlei ausgeschieden, um sich selbständig zu machen (mehr…). Seine weitgehend persönlich motivierte Entscheidung hat nun bei Taylor Wessing weitere Auswirkungen. Wie aus übereinstimmenden Quellen zu erfahren war, folgen ihm noch weitere Anwälte der Kanzlei.

Nachdem sich bereits der Counsel Dr. Pablo Rüdiger Lambsdorff anschloss, verstärkt nun auch M&A-Partner Dr. Christian Stuhlmann die Neugründung, die offiziell zum Januar 2013 an den Start geht. Dann werden auch die beiden im IT- und Immobilienrecht spezialisierten Counsel Dr. Stephan Albrecht und Tobias Runge hinzustoßen. Alle fünf haben bereits bei Taylor Wessing eng zusammen gearbeitet und werden gemeinsam als Partner die neue Kanzlei Lambsdorff gründen. Schwerpunkte der Kanzlei werden die Beratung von Immobilien- und Medienunternehmen sowie die Begleitung von Technologiefirmen und der Venture-Capital-Branche sein. (Ulrike Barth)

 

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