Erneuerbare Energien

Heiz- und Pelletanlagen mit Hieke von Norton Rose-Mandantin abgekauft

Der Energieerzeuger Cycleenergy hat neue Eigentümer: Eine Gruppe an Beteiligungsgesellschaften um die Invest AG, die Industrieliegenschaftenverwaltung (Ilag) und das Managementteam hat den Betreiber von Heizkraftanlagen und Pelletwerken erworben. Die behördlichen Freigaben stehen noch aus.

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Die Investoren stellen unter anderem Mittel für ein neues Pelletwerk in Aschach an der Donau bereit; dort unterhält Cycleenergy schon seit 2007 ein Heizkraftwerk für 600 Haushalte, das Biomasse nutzt. Die neue Anlage soll im Dezember 2022 in Betrieb gehen und vor allem Holz aus einem Umkreis von bis zu 75 Kilometern beziehen. Langfristig plant das Unternehmen, weitere Biomasseanlagen zu errichten.

Stephan Hieke

Cycleenergy produziert aktuell rund 90.000 MWh grundlastfähigen Ökostrom und versorgt 65.000 Haushalte und Unternehmen mit 100.000 MWh Wärme und 10.000 MWh Dampf jährlich. Dazu betreibt das Unternehmen mit Sitz in Wien aktuell vier Heizkraftwerke in Gaishorn, Gresten und Aschach sowie in Erndtebrück in Deutschland. Hinzu kommen drei Pelletwerke an den vorhandenen Standorten.

Französische Wurzeln

Der Investor Treïs Group stieg 2011 bei Cycleenergy ein, nachdem das Unternehmen eine Umstrukturierung durchlaufen hatte. Hinter dem Family Office mit Büros in London und Singapur steht eine traditionsreiche, französische Unternehmerfamilie, die Ende des 19. Jahrhunderts in Cherbourg einen Warengroßhandel ins Leben rief.

Berater Invest AG und Ilag
Hieke (Wien): Stephan Hieke (Corporate/M&A)

Berater Minderheitsgesellschafter
Gassauer-Fleissner (Wien): Dr. Istvan Rudnay – aus dem Markt bekannt

Berater Biomasse Energie Treuhand
Tiefenthaler Gnesda (Wien): Leopold Gnesda, Klaus Fischer (beide Corporate/M&A)

Klaus Bader

Berater Treïs
Norton Rose Fulbright (München): Dr. Klaus Bader, Dr. Wenzel Richter (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Tim Schaper (Kartellrecht); Associates: Marianne Milovanov, Max Zeisler (beide Corporate/M&A)
Herbst Kinsky (Wien): Dr. Christoph Wildmoser, Dr. Alexander Lotz (beide Federführung; beide Corporate/M&A); Associates: Dr. Valerie Mayer (Öffentliches Recht), Elisabeth Fitzek (Corporate/M&A; Rechtsanwaltsanwärterin)
CMS Reich-Rohrwig Hainz (Wien): Sibylle Novak; Associates: Bernhard Oreschnik, Raphael Valenta (alle Steuerrecht)

Hintergrund: Die Erwerber Invest AG und Ilag setzten bei der Transaktion auf den Wiener Einzelanwalt Stephan Hieke, der unter anderem auf Transaktionen spezialisiert ist. Im Weiteren kreist die Mandatierung in der Transaktion nach österreichischem Recht um die Wiener Kanzlei Gassauer-Fleissner. Für einen Minderheitsgesellschafter war ihr Partner Rudnay tätig.

Ein weiterer Minderheitsgesellschafter, Biomasse Energie Treuhand, ließ sich von Tiefenthaler Gnesda beraten. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Klaus Fischer, ist zugleich of Counsel bei der Wiener Kanzlei. Bis Ende 2021 war er Equity-Partner bei Gassauer-Fleissner. Dort arbeiteten vor ihrer Kanzleigründung auch die Partner Gnesda und Wolfgang Tiefenthaler.

Christoph Wildmoser

Erstes Mandat in Deutschland

Das Münchner Norton Rose-Team um Partner Bader kam über die Kontakte eines französischen Kanzleikollegen ins Mandat und war erstmals für das Investmentvehikel Treïs tätig. Zuständig war dort der Londoner Manager Rémi Christien. Die Zusammenarbeit mit der transaktionsstarken Wiener Einheit Herbst Kinsky ging auf die langjährigen Kontakte zwischen beiden Kanzleien zurück. Für die steuerrechtliche Due Diligence war zudem CMS Reich-Rohrwig Hainz mit einem Team um Partnerin Novak einbezogen.

Aktualisiert am 9. November 2022.

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