Juve Plus Adlon-Verfahren

Staatsanwaltschaft scheitert mit Beschwerde vor OLG Köln

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Anfang Juli hat das Oberlandesgericht Köln in letzter Instanz die Untreue-Vorwürfe gegen den Adlon-Erbauer Anno Jagdfeld und fünf weitere Beschuldigte zurückgewiesen. Nachdem schon das Landgericht Aachen 2013 die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft in sämtlichen Punkten verneint hatte, verwarf nun auch das OLG die Beschwerde der Anklagebehörde.

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Die Staatsanwaltschaft hatte Jagdfeld vorgeworfen, bei einer Kapitalerhöhung für den Fundus-Fonds des Adlon Garantien nicht in Anspruch genommen sowie auf Mietzahlungen verzichtet zu haben. Zwischen 2009 und 2011 sollen dem Fonds so Mieteinnahmen in Höhe von 7,7 Millionen Euro entgangen sein. Zudem monierte die Staatsanwaltschaft, dass Jagdfeld der Holding zu Unrecht Schadensersatz in Millionenhöhe gezahlt habe. Schließlich sei den Anlegern durch ein nachteiliges Zinsgeschäft ein Schaden von 14 Millionen Euro entstanden.

Bereits das LG hatte die Eröffnung abgelehnt, weil das Verhalten des Unternehmers und der anderen Angeschuldigten von der unternehmerischen Freiheit erfasst sei.

Vertreter Anno Jagdfeld
Unger (Berlin): Robert Unger

Vertreter Jagdfeld-Sohn
Unger (Berlin): Dr. Tobias Lubitz

Vertreter Geschäftsführer der Fundus-Gruppe
Prof. Dr. Franz Salditt (Neuwied)
Gercke Wollschläger (Köln): Dr. Björn Gercke
Latz (Köln): Johannes Latz

Vertreter Geschäftsführer Immobilienverwaltung
Becker & Conen (Berlin): Nicolas Becker

Staatsanwaltschaft Köln
Sonja Rentsch-Fischer

Oberlandesgericht Köln, 2. Strafsenat
Theodor Dreser (Vorsitzender Richter)

Hintergrund: Alle Strafverteidiger sind aus dem Markt bekannt. Jagdfeld und sein Sohn setzen auf die bekannte Berliner Strafrechtskanzlei Unger. Namenspartner Robert Unger ist einer der bekannten Köpfe der Berliner Szene.

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