Die BGH-Vorinstanzen am OLG Köln und OLG Frankfurt bewerteten den Prüfungsmaßstab für die wirtschaftlichen Gründe unterschiedlich. Die Kölner Richter hatten im Dezember 2007 eine strengere Lesart zugrunde gelegt und verlangten überzeugende Gründe, den Frankfurter Richtern genügte im Mai 2008 eine nachvollziehbare wirtschaftliche Prognose. Die Urteilsbegründung des BGH liegt noch nicht vor.
Vertreter Nissan
Nörr Stiefenhofer Lutz (Frankfurt): Dr. Dominik Wendel, Dr. Albin Ströbl (Vertriebsrecht)
Keller & Mennemeyer (Karlsruhe): Dr. Siegfried Mennemeyer (BGH-Vertretung)
Vertreter Händler
Graf von Westphalen (Köln): Dr. Stefan Zipse (Vertriebsrecht)
Prof. Dr. Achim Krämer (Karlsruhe; BGH-Vertretung)
BGH Karlsruhe, VIII. Zivilsenat
Wolfgang Ball (Vorsitzender Richter)
Bei der umfassenden Reorganisation seines Vertriebs hatte Nissan 2006/07 Simmons & Simmons unter der Federführung von Dr. Hans-Hermann Aldenhoff mandatiert (JUVE 07/07).
Der BGH-Anwalt für Nissan, Mennemeyer, gehörte vor gut zwei Jahren zu der Gruppe von 13 Anwälten, die das Bundesjustizministerium seinerzeit auf einen Schlag zur Vertretung vor dem BGH zuließ. Zuvor war er Partner in der Hammer Sozietät Dr. Eick & Partner.