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HP verletzt Farbmarke nicht

Hewlett-Packard verletzt mit seinen Werbematerialien für ein Kombigerät zum Drucken, Scannen, Kopieren und Faxen nicht die konturlosen 'Magenta'-Farbmarken der Deutschen Telekom AG.Das entschied das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg Anfang Oktober und bestätigte damit die Entscheidung des Landgerichts Hamburg vom August vergangenen Jahres. Hewlett-Packard hatte 2005 das Kombigerät beworben und dafür eine magenta-ähnliche Hintergrundfarbe verwendet. Als Inhaberin der Farbmarke Magenta sah sich die Deutsche Telekom dadurch in ihren Markenrechten verletzt.

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Die Hamburger Richter sahen es aber als erwiesen an, dass Farben nur ausnahmsweise als Hinweis auf die Herkunft eines Produktes aufgefasst werden. Dies sei etwa dann der Fall, wenn eine als Marke geschützte Farbe in einer Werbung signalhaft eingesetzt würde. Ansonsten seien Farben ein Gestaltungsmittel.

Hewlett-Packard hatte argumentiert, dass über den Bereich der Telekommunikationsdienstleistungen hinaus kein schrankenloser Schutz für die Farbmarke Magenta bestünde. Die Revision zum Bundesgerichtshof wurde nicht zugelassen, ob die Deutsche Telekom Nichtzulassungsbeschwerde einlegt, wurde zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch geprüft.

Vertreter Deutsche Telekom

Bird & Bird : Prof. Klaus-Jürgen Michaeli (Düsseldorf), Dr. Joseph Fesenmair (München; beide Markenrecht) – aus dem Markt bekannt

Vertreter Hewlett-Packard

Baker & McKenzie (Frankfurt): Dr. Michael Fammler; Associate: Dr. Ulrich Mehler (beide Markenrecht)

Inhouse : John Piedge (Leiter IP Global)

Hanseatisches Oberlandesgericht, 5. Zivilsenat

Joachim Betz (Vorsitzender Richter)

Der beteiligte Baker-Associate Mehler ist wenige Tage nach Urteilsverkündung zu Jones Day gewechselt. Der 38-Jährige war fünf Jahre bei Baker, seine berufliche Laufbahn hatte er als Syndikus bei der Bayer AG begonnen.

Baker verfügt über enge Beziehungen zu Hewlett-Packard, das Unternehmen wird gleich in mehreren internationalen Büros der Kanzlei betreut. Im IP vertritt Baker den Hardware-Hersteller vor allem in Prozessen.

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