Briefzusteller

Postcon NRW will sich mit McDermott und Piepenburg sanieren

Ein Konkurrent der Deutschen Post bei der Briefzustellung geht in die Insolvenz. Postcon NRW will durch ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung seine Sanierung erreichen und setzt dabei auf bewährte Restrukturierer.

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Seit einiger Zeit betreibt die Postcon NRW, Briefdienstleister für Großkunden, ihre Herauslösung aus dem bisherigen Postcon-Konzern. Ziel war es, als mittelständisches Unternehmen mit knapp 1.200 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro selbstständig am Markt zu sein. Im Sommer 2021 hat eine Beteiligungsgesellschaft der Tempus Capital alle Anteile der Postcon NRW übernommen und Dr. Hans-Peter Döhmen als restrukturierungserfahrenen Geschäftsführer engagiert. Die Geschäftsführung berät ein Team von McDermott Will & Emery unter der Federführung von Dr. Marc Oberhardt. In dieser Konstellation waren die Beteiligten bereits 2014 beim ersten Rettungsversuch für die Einzelhandelskette Strauss Innovation im Einsatz.

Postcon ist in Essen ansässig, hat allerdings seinen Verwaltungssitz in Ratingen. Das Unternehmen bekam als Sachwalter vom Amtsgericht Düsseldorf Dr. Markus Klier aus der Kanzlei Piepenburg zur Seite gestellt. Dort ist Know-how über die Branche vorhanden. Es ist schon eine Weile her, aber im Jahr 2007 war Kanzleinamensgeber Horst Piepenburg an vorderster Front, als der private Briefzusteller Pin in Köln Insolvenz anmeldete. Piepenburg ging damals mit dem Kölner Unternehmensberater Hans-Joachim Ziems in die Geschäftsführung, während Dr. Andreas Ringstmeier als Verwalter bestellt wurde.

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