Die Deka Bank hatte im Rahmen eines Bieterverfahrens den Zuschlag erhalten, wer sich noch daran beteiligte, ist jedoch nicht bekannt. Mit dem Verkauf baut die WestLB weiter strategisch nicht notwendige Aktivitäten ab und setzt damit eine Vorgabe der Europäischen Kommission um, die der im Zuge der Finanzkrise angeschlagenen Bank eine deutliche Verkleinerung und den anschließenden Verkauf verordnet hatte. Die endgültige Zustimmung der Behörden steht noch aus.
Die Deka Bank gehört zur Sparkassen Finanzgruppe und ist deren zentraler Asset-Manager. Sie betreut bereits seit 1992 Privatkunden in Luxemburg.
Berater Deka Bank
Inhouse (Frankfurt): Dr. Thomas Posegga – aus dem Markt bekannt
GSK Stockmann + Kollegen (Stuttgart): Dr. Peter Ladwig (Federführung), Dr. Gerhard Gündel (Gesellschaftsrecht/M&A), Oliver Glück, Timo Bernau (Bankrecht), Dr. Markus Klinger, Dr. Jörg Alshut (IT-Integration), Valentina Farle (Steuern)
Elvinger Hoss & Prussen (Luxemburg): Due Diligence – aus dem Markt bekannt
Berater WestLB
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. André Schwanna (Federführung; Corporate), Dr. Felix Mühlhäuser (Tax), Dr. Marc Benzler (Banking), Joachim Hasselbach; Associate: Anja Döring (beide Corporate)
Kremer Associés & Clifford Chance Luxembourg (Luxemburg): Christian Kremer (Corporate), Francois-Xavier Dujardin (Tax); Associates: Francoise Schroeder (Banking & Finance), Frédéric Dupont (Tax)
Inhouse (Düsseldorf): Günter Roeseler, Georg Wittkampf, Ulrich Friemauth
Hintergrund: GSK trat zuletzt bereits beim Kauf des Luxemburg-Geschäfts von der LBBW auf Seiten der Deka Bank auf (mehr…). Die Bank vertraute nun weitgehend auf das gleiche Team. GSK gehört zu den regelmäßigen Beratern des Finanzinstituts im Immobilienwirtschaftsrecht. Bekannt ist unter anderem die Begleitung beim Kauf eines Duisburger Immobilienhauses Ende letzten Jahres. Die beiden Banken-Transaktionen waren die ersten M&A-Deals außerhalb der Immobilienbranche, zu denen GSK die Deka Bank beriet.
Die angeschlagene WestLB beschäftigt derzeit zahlreiche Anwälte. Mit dem wohl prominentesten Mandat, der Leitung des Verkaufs der Bank im Auftrag des Bundes, hat der Bankenrettungsfonds SoFFin Mayer Brown-Partner Friedrich Merz beauftragt (mehr…). Alternativ ist auch eine Fusion mit einer anderen Landesbank denkbar, derzeit werden verschiedene Optionen geprüft.
Im Mai hat das von der Finanzkrise gebeutelte Institut seine ‚faulen‘ Wertpapiere in eine sogenannte BadBank ausgelagert (mehr…). Schon damals hatte Clifford mit einem internationalen Team unter Federführung des Frankfurter Partner Dr. Michael Weller neben Hengeler Mueller die WestLB beraten. Clifford ist regelmäßig für das Finanzinstitut in den Bereichen Corporate, Banking und Tax tätig. Eine Rolle bei der jetzigen Mandatierung könnte gespielt haben, dass Clifford über ein eigenes Büro in Luxemburg verfügt.
Bereits 2009 hatte die WestLB ihre Tochter Weberbank an die Mittelbrandenburgische Sparkasse veräußert. Damals stand White & Case an der Seite der Landesbank (mehr…). Der Verkauf der Weberbank war der erste Schritt des radikalen Umbaus infolge der Genehmigung eines staatlichen Fünf-Milliarden-Euro-Rettungsschirms für die angeschlagene Landesbank. Beim Erwerb der Weberbank 2005 hatte Allen & Overy die WestLB beraten. Wer die Landesbank Ende August beim Verkauf ihrer französischen Tochter Banque d’Orsay mit ihren 100 Mitarbeitern an die Privatbank Oddo begleitet hat, ist JUVE nicht bekannt.