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04.09.2015

SachsenLB: Freyschmidt erreicht Verfahrenseinstellung für Ex-Vize Klumpp

Das Landgericht Leipzig hat das Verfahren gegen den ehemaligen Vize-Chef der SachsenLB, Hans-Jürgen Klumpp, nach Paragraph 153a StPO eingestellt. Wie sein Verteidiger Nikolai Venn von der Kanzlei Freyschmidt Frings Pananis Venn mitteilte, hat Klumpp eine Geldauflage von 25.000 Euro in Teilen an die Staatskasse und an gemeinnützige Vereinigungen überwiesen. Ein entsprechender Gerichtsbeschluss erging bereits am 11. August.

Venn_Nikolai

Nikolai Venn

Letztendlich stand nur noch eine “unrichtige Darstellung” im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss 2004 im Raum, Untreue und andere Verdachtsmomente waren bereits im November 2013 vom Gericht zurückgewiesen worden. Eine dagegen gerichtete Beschwerde der Staatsanwaltschaft blieb erfolglos, sorgte aber wegen einer fehlenden Unterschrift für Wirbel in der sächsischen Justiz.

Mit der Verfahrenseinstellung sind sämtliche zivil- und strafrechtlichen Ansprüche an Hans-Jürgen Klumpp nun zu den Akten gelegt. Als zweite Verteidigerin aus dem Büro Freyschmidt Frings Pananis Venn war Sarah Diwell tätig.

Drei weitere Ex-Vorstände der SachsenLB müssen sich in dem Komplex ab dem 23. September vor Gericht verantworten. Die Anklage wirft ihnen vor, die Bank durch hochriskante Finanzgeschäfte in Schieflage gebracht zu haben, so dass sie schließlich an die Landesbank Baden-Württemberg verkauft werden musste. Die prominente Verteidigerriege mit Hanns Feigen und Dr. Bernd Groß (Feigen Graf), Dr. Sven Thomas (Thomas Deckers Wehnert Elsner) und Dr. Barbara Livonius begleitet ihre Mandanten bereits seit der zivilrechtlichen Aufarbeitung des Komplexes.

Dr. Björn Gercke (Gercke & Wollschläger) hatte für seinen Mandanten, einen weiteren Ex-Vorstand, im Vorfeld eine Einstellung gegen Geldauflage in Höhe von 50.000 Euro erreichen können.

Alle Strafverteidiger sind aus dem Markt bekannt. (Christiane Schiffer)