Mit dem Verkauf tilgt die Stuttgarter Verlagsgruppe ihre Verbindlichkeiten gegenüber dem Altgesellschafter, die bei dessen Ausscheiden aus der Verlagsgruppe vereinbart wurden. Dieter von Holtzbrinck stand bis 2006 an der Spitze des Stuttgarter Verlagshauses, zog sich dann jedoch aus dem Familienkonzern zurück. Geschätzt 600 Millionen Euro sollte Dieter von Holtzbrinck nach Presseangaben erhalten, davon 200 Millionen sofort, der Rest demnach später in Jahresraten von etwa 30 Millionen Euro.
Der Holtzbrinck-Verlag verabschiedet sich mit dem jetzigen Verkauf der Zeitungsflaggschiffe weitestgehend aus dem nationalen Zeitungsgeschäft. Regionale Zeitungen wie der ‚Trierische Volksfreund‘ oder die ‚Lausitzer Rundschau‘ verbleiben allerdings bei der Verlagsgruppe. Stefan von Holtzbrinck hatte den Verlag zuletzt zunehmend auf das Online-Geschäft ausgerichtet.
Berater Dieter von Holtzbrinck Medien
WALTER SIGLE (Stuttgart): Prof. Dr. Walter Sigle, Thomas Graf Strachwitz, Dr. Georg Zinger
Berater Verlagsgrupppe Georg von Holtzbrinck
CMS HASCHE SIGLE (Stuttgart): Dr. Thomas Meyding, Dr. Maximilian Grub (beide Federführung), Dr. Barbara Wössner, Dr. Antje Becker (alle Gesellschaftsrecht), Dr. Jens Moraht (Finance; Berlin); Associates: Dr. Kurt Gratz (Steuerrecht), Dr. Ulrich Thiem, Dr. Ralf Rose, Anne Meckbach, Dr. Florian Hofer (alle Gesellschaftsrecht), Axel Dippmann (Finance; Berlin)
Inhouse (Stuttgart): Dr. Anka Reich (Leiterin Rechtsabteilung)
CMS mit dem federführenden Partner Meyding in der Federführung an der Seite der Verlagsgruppe Holtzbrinck ist keine Überraschung. Zwischen dem Stuttgarter CMS-Büro und dem Verlag bestehen langjährige Mandatsbeziehungen. Meyding betreut den Verlag gesellschaftsrechtlich und bei Transaktionen, so unter anderem 2007 bei der Übernahme weiterer Anteile am Internetportal Abacho oder beim Verkauf der PIN-Anteile an den Axel Springer Verlag.
Intensive Beziehungen zu dem Familienkonzern Holtzbrinck unterhält auch Walter Sigle seit seiner Zeit bei CMS Hasche Sigle. Bis 2005 hatte er der Partnerschaft angehört. Aus dieser Zeit stammen auch seine Kontakte zu Dieter von Holtzbrinck. Er beriet den Altverleger zuletzt 2008 beim geplanten Einstieg bei der Süddeutschen Zeitung. Walter Sigle war 2005 aus der CMS-Partnerschaft ausgeschieden und hatte gemeinsam mit Zinger und Graf Strachwitz seine eigene Kanzlei gegründet.