Juve Plus Größtes Speicherprojekt

CMS, Renzenbrink und Tiefenbacher formen Investitionsgesellschaft für riesigen Batteriespeicherpark

In Waltrop (NRW) entsteht einer der größten Batteriespeicherparks Deutschlands. 900 Megawatt Leistung und 1.800 Megawattstunden Speicherkapazität soll die Anlage zur Verfügung stellen, die die Stadtwerkegemeinschaft Trianel plant. Um die Investitionskosten zu finanzieren, die deutlich über einer halben Milliarde Euro liegen sollen, hat sie sich mit Luxcara und der schweizerischen BKW zusammengetan.

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Die Mehrheit an der von der Stadtwerkegemeinschaft Trianel gegründeten Projektgesellschaft hat der Hamburger Investor Luxcara übernommen. Weitere Anteile liegen bei der schweizerischen BKW sowie bei Trianel selbst. Um mit dem Bau zu beginnen, bedarf es noch der Freigabe des Zusammenschlusses durch das Bundeskartellamt.

Der Batteriespeicherpark wird in der ersten Ausbaustufe aus drei Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) mit jeweils 300 Megawatt Leistung bestehen.

Die Anlage soll mit Lithium-Eisenphosphat-Batterien in modularer Containerbauweise errichtet werden. Der Baubeginn ist für das kommende Jahr geplant, die Inbetriebnahme wird für das erste Quartal 2028 angestrebt. Die Kapazität entspricht der Energie, die rund 35.000 Elektroautos mit einem 50-kWh-Akku speichern könnten.

Größtes Speicherprojekt in Deutschland

Bislang steht das größte Speicherprojekt Deutschlands in Bollingstedt. 239 Megawatt Leistung bietet die Anlage. Das Trianel-Projekt in Waltrop ist mit einer geplanten Leistung von 900 Megawatt und einer Speicherkapazität von 1.800 Megawattstunden mehr als dreimal so groß. Die Anlage soll auf dem Gelände des nicht beendeten Steag-Kraftwerkprojekts Lünen realisiert werden.

Durch die strategisch günstige Lage in der Nähe von Dortmund, in einer Region mit hoher Schwerindustriekonzentration und an einem wichtigen Knotenpunkt des europäischen Stromnetzes, soll die vergleichsweise große Anlage zur Verbesserung der Netzstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien beitragen.

Die Berater im Überblick

Holger Kraft

Berater Luxcara
CMS Hasche Sigle (Hamburg): Dr. Holger Kraft (Federführung; Corporate/M&A), Shaghayegh Smousavi (Energierecht; Düsseldorf), Christian Reuter, Dr. Stefan Voß (beide Immobilienrecht), Dr. Ursula Steinkemper (Öffentliches Wirtschaftsrecht), Dr. Martin Mohr (Steuerrecht; alle drei Stuttgart), Matthias Sethmann (Corporate/M&A), Dr. Stefan Bauer (Öffentliches Recht; Stuttgart), Dr. Olaf Thießen (Steuern); Associates: Dr. Stefan Kühl (Corporate/M&A), Tamara Bux (Immobilienrecht)

Berater BKW
Tiefenbacher (Heidelberg): Dr. Johannes Bickel (Baurecht), Dr. Peter Schneider (Corporate/M&A); Associates: Lisa Bodenhaupt, Marvin Frank (beide Corporate)

Berater Trianel
Renzenbrink & Partner (Hamburg): Christopher Blumenthal (Corporate/M&A), Marc Kotyrba (Steuern), Dr. Alexander Haunschild (Corporate/M&A); Associate: Dr. Toufic Schilling (Steuern)
Görg (Köln): Dr. Christian Bürger (Kartellrecht), Dr. Achim Compes (Energie-/Baurecht); Associate: Jana Ditter (Corporate/M&A)

Hintergrund: Die Stadtwerkegemeinschaft Trianel mit Hauptsitz in Aachen treibt das Projekt voran. Für die Projektverträge unter anderem zum Bau und Betrieb der Anlage, aber auch für kommunalrechtliche Themen sowie für die kartellrechtliche Genehmigung ist Görg nach JUVE-Informationen mandatiert.

Christopher Blumenthal

Görg-Partner Compes berät die Stadtwerkegemeinschaft bereits seit zwei Jahrzehnten zu ihren Erzeugungsprojekten, wozu ebenso Offshore-Windanlagen gehören. Auch zum Kraftwerk Lünen hatte Compes viele Jahre bis zum Stopp des Projektes auf der Seite von Trianel beraten.

Renzenbrink und Tiefenbacher verhandeln mit CMS

Die gesellschaftsrechtliche M&A-Beratung zum Einstieg von Luxcara und BKW in die Projektgesellschaft für den Batteriespeicher hingegen lag bei Renzenbrink. Partner Blumenthal war über einen Pitch ins Mandat der Stadtwerkekooperation gekommen.

Johannes Bickel

Für den Konsortialvertrag verhandelte er auf der Seite von BKW mit den Heidelberger Tiefenbacher-Partnern Bickel und Schneider. Bickel ist seit einigen Jahren regelmäßig für das Schweizer Unternehmen in Deutschland im Bereich Anlagenbau tätig, zuletzt etwa im Zusammenhang mit einem Umspannwerk der TransnetBW.

Den zukünftig größten Anteilseigner an der Projektgesellschaft, Luxcara, beriet einmal mehr CMS-Partner Kraft. CMS ist regelmäßig für Luxcara tätig, ebenfalls im Offshore-Segment, aber auch bei vielen weiteren Investitionen in Erneuerbare-Energien-Projekte, wie etwa zusammen mit GreenH bei der finalen Investitionsentscheidung für eines der ersten großen Projekte im Bereich grüner Wasserstoff in Norwegen.

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