Secondary-Fonds

DPE knackt mit Latham und Poellath einen Volumenrekord

Das unabhängige Münchner Beteiligungshaus DPE Deutsche Private Equity hat einen neuen Fonds aufgelegt und erfolgreich platziert: Der Continuation Fund I (DPE CF I) hat ein Volumen von 708 Millionen Euro. Das Produkt ermöglicht den Bestandsinvestoren eines alten Fonds die Wahl zwischen voller Liquidität und einer teilweisen oder vollständigen Reinvestition in den neuen Fonds.

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DPE aus München zählt zu den führenden Wachstumsinvestoren in der DACH-Region. DPE CF I wurde gegründet, um in die DPE-Portfoliounternehmen Eraneos und Valantic zu investieren, beides Beratungsunternehmen für die digitale Transformation. Der DPE Fund III ist an den beiden Unternehmen seit 2017 respektive 2019 beteiligt.

Burc Hesse

Mit dem aktuellen Schritt erhalten die Unternehmen zusätzliches Kapital und Zeit, um ihre Wachstumsstrategie fortzuführen. Zugleich konnten die Investoren des DPE Fund III zu dessen Laufzeitende wählen, ob sie ihre bisherige Rendite realisieren oder durch eine Beteiligung am DPE CF I bei den Unternehmen investiert bleiben wollten.

Trendmodell Fortsetzungsfonds

Formal verkauft bei einer solchen Transaktion der Komplementär (GP) Eigenkapitalanteile an den Unternehmen von einem Bestandsinvestor an einen neuen Investor. Nach Angaben beteiligter Kanzleien gelang DPE hier die bislang größte dieser GP-geführten Secondary-Transaktionen in Deutschland.

DPE CF I wurde von einem Konsortium von Secondary-Investoren sowie weiteren neuen und bestehenden Investoren finanziert. Dazu zählen der niederländische Vermögensverwalter AlpInvest Partners als Lead-Investor und die angelsächsischen HarbourVest Partners sowie Pantheon Ventures als Co-Lead-Investoren. Permira Credit mit Hauptsitz in London gehört zu den Senior-Lenders.

Die Managementteams beider Unternehmen bleiben in signifikantem Umfang beteiligt.

Uwe Bärenz

Berater DPE
Latham & Watkins (München): Burc Hesse (Federführung), Dr. Sebastian Pauls (beide Private Equity), Stefan Süß (Steuerrecht), Thomas Weitkamp, Ludwig Zesch (beide Bank- und Finanzrecht); Associates: Dr. Stephan Hufnagel (Federführung), Dr. Philipp Gärtner, Chris Freitag, Dr. Lena Hummel, Maximilian Kuchernig (alle Private Equity)
Poellath (Berlin): Uwe Bärenz, Tarek Mardini (beide Bank- und Finanzrecht), Dr. Michael Best (München; alle Federführung), Ronald Buge, Gerald Herrmann (München; alle Steuerrecht), Dr. Stephan Schade, Dr. Tobias Lochen; Associates: David Ben Kaiser (London), Katja Replianchuk, Dr. Jan Weischede, Johanna Ritter (alle Bank- und Finanzrecht), Tobias Deschenhalm, Cornelius Roth (beide Steuerrecht; beide München)
Stephenson Harwood (London): Gabriel Boghossian, Sarah de Ste Croix; Associate: Bethany Carr (alle Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt
Proskauer Rose (Boston): Howard Beber, Robert Sutton (beide Bank- und Finanzrecht), Jim Poindexter (Steuerrecht); Associates: Mark Audet (Bank- und Finanzrecht), Emily Benedict, Philip Lenertz (beide Steuerrecht) – aus dem Markt bekannt
Mourant Ozannes (Saint-Helier): Joel Hernandez, John MacFeeters; Associates: Sarah Burns, Ellie Wood (alle Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt
Arendt & Medernach (Luxemburg): Alexander Olliges (Corporate/M&A), Jan Neugebauer (Steuerrecht; beide Federführung); Associates: Maria Grosbusch, Petros Karatzovalis (beide Corporate/M&A), Vilho Lammi, Sascha Wiemann (beide Steuerrecht)
Nauta Dutilh (Luxemburg): Josee Weydert (Federführung); Associate: Marta Borowska (beide Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt
Walder Wyss (Zürich): Florian Gunz Niedermann (M&A), Lukas Wyss (Bank- und Finanzrecht), Maurus Winzap, Janine Corti (beide Steuerrecht); Associates: Fabienne Anner, Michael Kündig, Erik Lanz (alle M&A), Rafal Szala (Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt
Herbst Kinsky (Wien) – aus dem Markt bekannt

Berater Investoren
Kirkland & Ellis (London): David Higgins (Private Equity) – aus dem Markt bekannt

Berater Permira
Renzenbrink & Partner (München): Dr. Bernd Egbers (Federführung; Bank- und Finanzrecht), Dr. Andreas Stoll (M&A), Marc Kotyrba (Steuerrecht; beide Hamburg); Associates: Philipp Hogrefe, Benedikt Ruck, Korbinian Zellner (alle Bank- und Finanzrecht), Dr. Toufic Schilling (Steuerrecht; Hamburg)
Bonn & Schmitt (Luxemburg): Françoise Pfeiffer (Bank- und Finanzrecht), Frédéric Lemoine, Chantal Keereman, Anne Selbert (alle Corporate); Associate: Afaf Benseghir (Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt
Dorda (Wien): Dr. Tibor Varga; Associate: Katrin Antl (beide Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: DPE mandatiert viele und wechselnde Kanzleien. Latham berät DPE regelmäßig bei Transaktionen, unter anderem beim Einstieg von DPE III bei Valantic. Eine Reihe der aktuell beteiligten Latham-Anwälte war beispielsweise auch bei DPEs Verkauf ihrer Pharmazell-Beteiligung an Bridgepoint dabei.

Auch Poellath beriet DPE schon häufiger. Gemeinsam mit Clifford Chance war etwa ein Team um den Münchner Partner Best 2020 beim Kauf der Mehler Vario System dabei. Dieses Jahr beriet er DPE zusammen mit Gütt Olk Feldhaus beim Verkauf des Leipziger Cloud-Spezialisten BE-terna an eine Tochtergesellschaft von Telefónica.

Für die Koordination der Rechtsberatung war nach Auskunft Beteiligter Stephenson Harwood zuständig. Proskauer Rose war für das US-Recht an Bord, Mourant Ozannes für das Jersey-Recht, ebenso wie Walder Wyss für das Schweizer Recht. Beim Luxemburger Recht teilte sich Arendt & Medernach die Aufgaben offenbar mit Nauta Dutilh. Eine Reihe weiterer ausländischer Kanzleien war mit vertriebsrechtlichen Fragen befasst.

Die Investoren treten bei solchen Transaktionen mittlerweile häufig mit einem gemeinsamen Rechtsberater auf. Nach Angaben Beteiligter war das hier Kirkland & Ellis mit einem internationalen Anwaltsteam. Der erfahrene Partner Higgins berät zahlreiche PE-Investoren.

Permira mit seinem verwalteten Vermögen von über 60 Milliarden Euro kommt aufgrund seiner Größe mit vielen Kanzleien in Berührung. Vergangenes Jahr war ihr Finanzierungsarm mit Ashurst zu sehen, als der Verkauf der Kölner Sanitärgruppe Stiller über die Bühne ging. Hier kam das Finanzierungsteam von Renzenbrink zum Zug.

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