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Volkswagen beteiligt sich mit Freshfields an Kunz Wallentin-Mandantin

Autor/en
  • Raphael Arnold

Volkswagen setzt beim Umsteuern auf Elektroantriebe auf das österreichische Start-up Has-to-be: Der Autobauer hat sich über eine Tochter mit rund 25 Prozent an dem Spezialisten für Software und Services von Elektroladestationen beteiligt.

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Konrad Gröller
Konrad Gröller

Der deutsche Kfz-Hersteller bringt die Beteiligung in seine Tochtergesellschaft Electric Life (Elli) ein, den konzerneigenen Stromanbieter. Dieser besteht seit 2018 und hat Standorte in Wolfsburg, München und Berlin. Die eigenen Ladesäulen von VW laufen bereits teilweise mit Software von Has-to-be. Beim geplanten Bau weiterer 36.000 Ladepunkte in Europa setzt der Autobauer ebenfalls auf das Know-how des Unternehmens.

Mit dem Einstieg von VW ging eine Kapitalerhöhung bei Has-to-be einher. Der Gründer Martin Klässner bleibt mit knapp 28 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Zu den Anteilseignern gehören außerdem der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank, Dr. Paul Achleitner, und mittelbar der ehemalige OMV-Manager und Verbund-Aufsichtsratschef Gerhard Roiss sowie der ehemalige SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern.

Ladestationen weltweit

Das Start-up aus Radstadt im Bundesland Salzburg besteht seit sechs Jahren und verwaltet aktuell 16.000 Ladepunkte weltweit. Dazu beschäftigt es derzeit 70 Mitarbeiter und unterhält weitere Standorte in München und Wien. Ein wichtiger Kunde von Has-to-be ist Ionity, ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler, BMW, der Volkswagen-Gruppe einschließlich der Marken Audi und Porsche sowie dem US-Autobauer Ford. Das Ziel von Ionity ist es, bis Ende 2020 europaweit rund 400 Ladestationen einzurichten. 340 dieser Stationen gehören zum Projekt Europ-E, das die EU-Kommission mit gut 39 Millionen Euro fördert.

In Österreich bestehen aktuell rund 4.200 öffentliche Ladestationen für E-Autos. Die Arbeiterkammer monierte zuletzt jedoch die undurchsichtige Vertrags- und Preisgestaltung für das Aufladen der Pkw-Akkus. Im Durchschnitt lagen die Ladekosten umgerechnet auf 100 Fahrtkilometer bei knapp fünf Euro. Das ist deutlich günstiger als die entsprechenden Tankkosten für Benzin oder Diesel.

Berater Volkswagen
Freshfields Bruckhaus Deringer (Wien): Dr. Konrad Gröller (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Karin Buzanich-Sommeregger (Arbeitsrecht), Dr. Maria Dreher (Wettbewerbsrecht), Dr. Lutz Riede (IP/IT); Associates: Dr. Gernot Fritz, Daniela Birnbauer (beide Datenschutzrecht), Noel Zamani, Lisa Reisch (beide Corporate/M&A), Sophie Muuss (Arbeitsrecht), Laura Grinschgl (IP/IT), Florian Reiter (Wettbewerbsrecht; letztere sechs Rechtsanwaltsanwärter)

Peter Kunz
Peter Kunz

Berater Has-to-be
Kunz Wallentin (Wien): Dr. Peter Kunz, Daniel Liemberger (beide Federführung); Associates: Kathrin Chladek, Martin Barrett (beide Rechtsanwaltsanwärter; alle Corporate/M&A)

Hintergrund: Volkswagen verließ sich bei der Transaktion auf das Wiener Freshfields-Team um Partner Gröller. Die Kontakte gehen auf die vielfältigen bestehenden Beziehungen zu dem Konzern und seinen Tochtergesellschaften zurück. Zuletzt gehörte der Wiener Partner Dr. Bertram Burtscher etwa zu dem Team, das den Konzern zu der Kooperation mit Ford beim autonomen Fahren IP- und kartellrechtlich beriet.

Für Kunz Wallentin entstand das Mandat über langjährige Kontakte von Namenspartner Kunz zum Management und den Eignern von Has-to-be. Die Kanzlei entstand im Herbst 2018, als sich die frühere Einheit Kunz Schima Wallentin auflöste.

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