Energie-Joint-Venture

BMW und Viessmann setzen auf Inhouse-Team und Hengeler

Der Autohersteller BMW und das deutsche Familienunternehmen Viessmann, vor allem bekannt für seine Heizungen, haben ein Joint Venture namens 'Digital Energy Solutions' gegründet. Die neue Münchner Firma, an der sie jeweils 50 Prozent halten, soll kleineren und mittleren Betrieben in Deutschland und Österreich helfen, ihre Energiereserven besser zu nutzen und zu vermarkten.

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Daniel Wiegand
Daniel Wiegand

Der Heiztechnikspezialist Viessmann hat nach eigenen Aussagen seine CO2-Emissionen bereits um 80 Prozent gesenkt und auch die BMW-Gruppe konnte den Ausstoß in der Fahrzeugproduktion signifikant reduzieren. Dafür entwickelte sie ein IT-System, das die Energiedaten im weltweiten Produktionsablauf managt und somit Optimierungsmöglichkeiten aufzeigt. Diese IT-Software wird sie in das Joint Venture einbringen.

Die Viessmann-Gruppe beschäftigt rund 11.500 Mitarbeiter, die zuletzt einen Gesamtumsatz von 2,2 Milliarden Euro erwirtschaften. Die BMW-Gruppe zählt mehr als 116.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von rund 80,4 Milliarden Euro.

In jüngster Zeit haben sich wiederholt branchenfremde Partner zum Thema digitales Energiemanagement zusammengetan, so auch bei der Smart-Home-Plattform, die gemeinsam von dem Hausgerätehersteller Robert Bosch, dem US-Technologiekonzern Cisco und dem Automatisierungstechnikkonzern ABB entwickelt wird.

RWE wiederum unterstützt die Immobiliengesellschaft LEG bei der energietechnischen Bewirtschaftung ihrer Mietwohnungen. Und im Herbst letzten Jahres taten sich der schweizerische Energieversorger Alpiq mit dem französischen Facility-Management-Spezialisten Sodexo zusammen, um hierzulande mit der Neugründung Sodexo Energy Services aktiv zu werden.

Berater Viessmann
Hengeler Mueller (München): Prof. Dr. Jochen Vetter, Dr. Daniel Wiegand (beide Corporate/M&A), Dr. Thorsten Maeger (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Stefanie Beinert (Steuerrecht; Frankfurt), Patrick Wilkening (IP/IT; Düsseldorf); Associates: Dr. Christian Lutz (Corporate/M&A), Dr. Eva Frankenberger (IP/IT; Düsseldorf), Dr. Christian Müller (Kartellrecht; Düsseldorf)

Berater BMW
Inhouse Recht (München): Keine Nennungen

Hintergrund: BMW verfügt über eine mehr als 30-köpfige zentrale Rechtsabteilung, die sich großteils aus ehemaligen Großkanzleijuristen zusammensetzt. Das Joint Venture mit Viessmann betreute BMW ohne externe Kanzlei, mit Mitarbeitern ihres M&A-Teams sowie IP-Rechtlern. Geleitet wird der Bereich Konzernfinanzierung und M&A von Stefan Hienzsch, das IP-Team von Josef Dirscherl. General Counsel Jürgen Reul hatte die Rechtsabteilung in den vergangenen beiden Jahren neu strukturiert. Während sie zuvor nach Regionen aufgeteilt war, richtet sich ihre interne Organisation nun nach Produktionsabläufen im Konzern.

Hengeler-Partner Vetter steht der Viessmann-Gruppe seit vielen Jahren immer wieder zur Seite, beispielsweise als sie 2010 den insolventen Biogas-Anlagenbauer Schmack Biogas übernahm. Und auch, als die Viessmann Heiztechnik 2012 die Kältetechnik-Sparte von der Hans Viessmann Technologie Stiftung erwarb. Seinerzeit war Dr. Michael Bormann von Simmons & Simmons  zusammen mit einem multidisziplinären Team von Rödl & Partner auf Verkäuferseite zu sehen.

Als die Schweizer Alpiq mit Sodexo das hiesige Energie-Joint-Venture gründete, wurde sie von einem Team der Berliner Sozieät Raue rund um die Partner Dr. Bernd Beckmann und Dr. Stephan Koch beraten.

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