Juve Plus Erster Milliarden-IPO 2007

Gerresheimer geht mit Hengeler an die Börse

Autor/en
  • JUVE

Der Pharmazulieferer Gerresheimer ist am Montag mit dem bislang größten Börsengang des Jahres im Frankfurter Prime Standard gestartet. Die Credit Suisse und Morgan Stanley platzierten insgesamt 25,3 Millionen Aktien mit einem Volumen von rund einer Milliarde Euro.

Teilen Sie unseren Beitrag

Der Düsseldorfer Gesellschaft flossen rund 456 Millionen Euro zu, der restliche Erlös geht an den bisherigen Gesellschafter, die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone. Die weltgrößte Private-Equity-Gesellschaft hatte Gerresheimer Ende 2004 übernommen und Investcorp und JP Morgan dafür nach Medienberichten mehr als 600 Millionen Euro gezahlt.

Mit dem Erlös aus dem IPO will der Pharmazulieferer vor allem die Schulden von derzeit 840 auf 400 Millionen Euro abbauen. Zuletzt erwirtschaftete Gerresheimer einen Nettoverlust von etwa 50 Millionen Euro, für das laufende Geschäftsjahr peilt man das Erreichen der Gewinnschwelle an.

Nach dem Verkauf seines Standardglas-Geschäfts hatte sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren von einem Verpackungshersteller zu einem Spezialglas- und Kunststoffproduzenten für die Pharmabranche gewandelt. Das Traditionsunternehmen beschäftigt weltweit rund 9.000 Mitarbeiter und setzte 2006 pro forma rund 893 Millionen Euro um, wovon 247 Millionen Euro auf die kürzlich erworbene Wilden AG entfielen. (René Bender)

Berater Gerresheimer/Blackstone

HENGELER MUELLER (Frankfurt): Dr. Daniela Favoccia (Federführung), Dr. Reinhold Ernst (beide Equity Capital Markets), Dr. Matthias Blaum (Gesellschaftsrecht), Heinrich Knepper (Finanzierung), Dr. Stefan Richter (Managementbeteiligung), Dr. Hermann-Josef Tries (Steuerrecht), Dr. Thomas Schmidt-Kötters (Öffentliches Wirtschaftsrecht); Associates: Dr. Sandro Blanke, Dr. Maximilian Findeisen, Kerstin Henrich, Dr. Thomas Lange, Dr. Iris Paetzke, Dr. Marnie Silny, Dr. Ina Anne Frost, Dr. Simeon Held, Dr. Alexander Rezori, Dr. Matthias Scheifele, Katrin Römer

SIMPSON THACHER & BARTLETT (London): Nicholas Shaw; Associates: Harald Zeiter, Trinh Le (alle US-Recht)

INHOUSE (Düsseldorf; Gerresheimer): Hartmut Schulz – aus dem Markt bekannt

Berater Banken

CLEARY GOTTLIEB STEEN & HAMILTON (Frankfurt): Christof von Dryander, Dr. Thomas Kopp (beide Federführung; Kapitalmarktrecht), Ward Greenberg (US-Recht), Dr. Daniel Weyde, Volker Junge (beide Steuerrecht); Associates: Dr. Knut Sauer, Christoph Schauenburg, Dr. Robert Gutte, Stephan Bank (alle Kapitalmarktrecht), Matthew Wingerter (US-Recht), Stephan Krampe (Steuerrecht)

Gerresheimer ist ein Uralt-Mandant Hengelers. Auch Favoccia begeitete das Unternehmen schon vor Jahren, als sie noch als Associate im Düsseldorfer Hengeler-Büro tätig war.

Den US-Investor Blackstone begleitet die Kanzlei ebenfalls regelmäßig, so beispielsweise schon beim Erwerb von Gerresheimer Ende 2004. Als Hauptberater von Blackstone trat hierzulande allerdings zuletzt Gleiss Lutz auf.

Hengeler ist derzeit auch in ein weiteres großes IPO-Projekt eingebunden, dessen Abschluss für den Herbst anvisiert ist: Die Sozietät betreut Siemens bei den Vorbereitungen für den Börsenstart der Autozuliefersparte VDO. Allerdings ist auch ein Verkauf noch nicht ganz ad acta gelegt.

Artikel teilen

Gerne dürfen Sie unseren Artikel auf Ihrer Website und/oder auf Social Media zitieren und mit unserem Originaltext verlinken. Der Teaser auf Ihrer Seite darf die Überschrift und einen Absatz des Haupttextes enthalten. Weitere Rahmenbedingungen der Nutzung unserer Inhalte auf Ihrer Website entnehmen Sie bitte unseren Bedingungen für Nachdrucke und Lizenzierung.

Für die Übernahme von Artikeln in Pressespiegel erhalten Sie die erforderlichen Nutzungsrechte über die PMG Presse-Monitor GmbH, Berlin.
www.pressemonitor.de