Das Projekt umfasst den Bau einer Direktreduktionsanlage und zweier Elektrolichtbogenöfen an den saarländischen Standorten Völklingen und Dillingen. Diese sollen die bestehenden Hochöfen und Konverter ersetzen und eine klimafreundlichere Stahlproduktion ermöglichen.
Die Gesamtfinanzierung wird durch Eigenkapitalbeiträge und direkte Zuschüsse der Bundesregierung und des Saarlandes im Rahmen einer 2,6 Milliarden Euro schweren Förderinitiative unterstützt. Die staatlichen Zuwendungen wurden bereits Anfang 2024 bewilligt. Die Exportkreditfazilitäten werden von der Österreichischen Kontrollbank und der italienischen Versichererin Sace abgesichert. Ein Konsortium aus europäischen Banken stellt die kommerziellen Kreditlinien bereit.
Das Bankenkonsortium wird von der ING Bank als Documentation Agent und Bookrunner sowie der UniCredit Bank als ECA Agent und Bookrunner angeführt. Federführend beteiligt sind zudem Bookrunner BNP Paribas, Crédit Agricole, Deutsche Bank, DZ Bank und Natixis.
Die SHS-Gruppe zählt zu den größten Stahlherstellern Deutschlands. Während sich die Tochtergesellschaft Saar-Stahl auf Langstahlprodukte wie Walzdraht und Stabstahl für die Automobil- und Baubranche spezialisiert hat, produziert die Dillinger Hütte Schwergutbleche für technisch anspruchsvolle Projekte im Stahlbau und der Offshore-Windenergie.
Die Berater im Überblick
Berater Bankenkonsortium
Freshfields (Frankfurt): Andreas Ruthemeyer (Federführung), Dr. Frank Laudenklos, Fabrice Grillo (Paris), Florian Klimscha (Wien), Francesco Lombardo (Mailand; alle Bank- und Finanzrecht), Andreas von Bonin (Kartellrecht; Brüssel), Dr. Alexander Glos (Regulierung), Anouschka Zagorski (Bank- und Finanzrecht), Falko Glasow, Holger Hartenfels (beide Regulierung); Associates: Laura Korndörfer, Matthis Grenzer (Berlin), Iryna Karpliuk, Valentina Niegisch, Jessica O’Sullivan (London; alle Bank- und Finanzrecht), Eike Jani (Immobilienrecht), Nicolas Sölter (Regulierung; beide Hamburg), Dr. Paul Jahn (Kartellrecht; Düsseldorf), Tim Gabersek, Serra Onal, Maheja Mirza (London; alle Bank- und Finanzrecht)
Berater SHS-Gruppe
Inhouse Recht (Dillingen): Sebastién Chomard (General Counsel), Manuel Schauer (Justiziar) – aus dem Markt bekannt
Hogan Lovells (Hamburg): Dr. Carla Luh (Federführung), Romain Marchand (Paris; beide Bank- und Finanzrecht), Dr. Marc Schweda (Regulierung), Dr. Ingmar Dörr (Steuerrecht; München), Stipe Bojanic; Associates: Merve Schmitte, Amy Wienke, Edris Zewari, Julian Schulz, Dr. Maximilian Frystatzki (alle Frankfurt), Noémie Boyer, Alexia Legrand (beide Paris; alle Bank- und Finanzrecht)
Notariat
Notare am Ballindamm (Hamburg): Dr. Gesa Beckhaus – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Das Bankenkonsortium stützte sich auf die Beratung von Freshfields, die vielfach zu Großprojekten im Energiesektor berät. Hier steuerte Finanzrechtler Ruthemeyer das Team. Unter der Federführung von Mirko Masek spielte er im Frühjahr 2025 eine zentrale Rolle bei der Vereinbarung zwischen der Freshfields-Kernmandantin RWE und Norges Bank Investment Management (NBIM) über den Verkauf einer 49-prozentigen Beteiligung an den Offshore-Windprojekten Nordseecluster in Deutschland und Thor in Dänemark. Ruthemeyer war 2023 von Clifford Chance zu Freshfields gewechselt, wo er in die Partnerschaft aufrückte.
Hogan Lovells kam dem Vernehmen nach über einen Pitch ins Mandat für den Konzern. Partnerin Luh leitet die deutsche Finanzierungspraxis und zeichnet auf nationaler Ebene zudem für Infrastruktur- und Energiethemen verantwortlich.
Grundsätzlich begleitet Luther das Transformationsprojekt seit 2022 mit mehreren Teams. Die Kanzlei war etwa im Rahmen der Bewilligung der Zuwendungsbescheide von Bund und Land gefragt. Im September 2025 beriet Luther mit Beihilferechtler Dr. Stefan Mager und Energierechtler Dr. Holger Stappert zur Beschaffung von 60.000 Tonnen Wasserstoff.