Fußball

Inhouse-Juristen und Heuking beraten Hertha BSC bei Trainerwechsel und Corona-Maßnahmen

Bruno Labbadia ist neuer Cheftrainer bei Hertha BSC. Der 54-Jährige übernahm das Amt an Ostern, zusammen mit seinem Trainerstab. Zeitgleich wurde beim Hauptstadtclub auch über Kurzarbeit und sonstige Covid19-Maßnahmen verhandelt.

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Thomas Herrich
Thomas Herrich

Der ehemalige Bundesligastürmer Bruno Labbadia trat die Nachfolge von Alexander Nouri an, der die Mannschaft seit dem überraschenden Rücktritt von Jürgen Klinsmann im Februar trainiert und durch vier Spiele gesteuert hatte. Angesichts der Saisonunterbrechung und fehlenden Einnahmen des Clubs kündigte der neue Trainer an, auf weite Teile seines Gehaltes zu verzichten, bis der Spielbetrieb wieder regulär aufgenommen werden kann. 

Anfang April hatte Ingo Schiller, Herthas Geschäftsführer für Finanzen, schon mitgeteilt, dass neben dem Trainerstab auch alle Lizenzspieler, die Geschäftsleitung und leitende Mitarbeiter drei Monate auf Teile ihres Gehalts verzichten. Alle anderen Mitarbeiter außerhalb dieser Gruppe seien bis Ende Mai auf Kurzarbeit übergegangen.

Aufgrund der Pandemie ist der Spielbetrieb der gesamten Bundesliga derzeit unterbrochen. Nun wollen sich die Vereinschefs mit der Deutschen Fußball Liga über das weitere Vorgehen, die Beschleunigung der Trainingsmaßnahmen und einen möglichen Sonderspielbetrieb abstimmen, um die Saison abzurunden.

Berater Hertha BSC:
Inhouse Recht (Berlin): Thomas Herrich (General Counsel), Marcus Becker (Legal Counsel)
Heuking Kühn Lüer Wojtek (Hamburg): Dr. Johan-Michel Menke, Dr. Thomas Schulz (beide Arbeitsrecht)

Johan-Michel Menke
Johan-Michel Menke

Hintergrund: Herthas General Counsel Herrich ist seit 2009 auch Mitglied der Geschäftsleitung und insofern immer maßgeblich in die Verhandlungen zu neuen Trainern und Spielern eingebunden. Heuking-Arbeitsrechtler Menke und er kennen sich seit mehr als zehn Jahren. Menke hat – wie auch sein Partner Schulz – einen Schwerpunkt im Sportarbeitsrecht. Die beiden vertreten beispielsweise auch den Deutschen Fußballbund (DFB) regelmäßig im Grundsatzstreit zur Vergütung und arbeitsrechtlichen Stellung der Schiedsrichter. Sie beraten Hertha nicht nur zu Trainer- und Spielerverträgen, sondern aktuell auch zur Bewältigung der Corona-Auswirkungen, wie etwa zur Einführung von Kurzarbeit.

Labbadia setzte in den Verhandlungen nach Marktinformationen auf Thies Bliemeister, den ehemaligen Spielerprofi und CEO der Agentur Sports United.

Alexander Nouri hatte den Anwalt und Gründer der Münchner Spielerberaterfirma arena11 Sports Group, Tobias Sander, an seiner Seite.

Jürgen Klinsmann, der vor seiner Trainerepisode in Berlin einen Beratervertrag mit der Tennor-Gruppe von Hertha-Investor Lars Windhorst geschlossen hatte und diesen im Aufsichtsrat der Hertha vertrat, zieht seit vielen Jahren den Schweizer Sportjuristen André Gross zu Rate.

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