Juve Plus Batterien für die E-Mobilität

Mercedes-Benz setzt bei strategischer Kooperation auf Hogan Lovells

Der Autobauer Mercedes-Benz beteiligt sich mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag an Prologium, einem taiwanesischen Hersteller von Feststoffbatterien. Gemeinsam sollen Batteriezellen der nächsten Generation entwickelt werden. Für Mercedes ist es die zweite Kooperation mit einem Batteriespezialisten.

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Für sein Investment erhält Mercedes im Gegenzug einen Sitz im Prologium-Vorstand. Im Rahmen der strategischen Kooperation mit dem taiwanischen Batteriespezialisten sind nach Angaben von Mercedes technologische Meilensteine vereinbart worden, die auf eine Integration der Feststofftechnologie in ausgewählten Modellen innerhalb der zweiten Hälfte des Jahrzehnts abzielen.

Bei Feststoffbatterien wird die Ladung nicht mehr durch ein flüssiges Trägermaterial transportiert. Die Zellen können so leichter werden, was die Reichweite der Fahrzeuge erhöht. Zudem sind höhere Energiedichte und rascheres Aufladen denkbar. Die ersten gemeinsam entwickelten Feststoffbatterien könnten in den kommenden Jahren in Testfahrzeugen des Autoherstellers zum Einsatz kommen. 

Zukunft der E-Mobilität abhängig von Batterietechnik

Mercedes-Benz hatte im vergangenen Jahr mehr Ehrgeiz für den Aufbau der eigenen E-Flotte signalisiert. Das Mercedes-Benz-Geschäft soll dabei grundsätzlich auf elektrisches Fahren ausgerichtet werden. Bis zum Ende des Jahrzehnts wollen die Stuttgarter vollelektrisch werden, überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen.

Patrick Ayad

Im Dezember hatte Mercedes bereits eine Kooperation samt ähnlich hohem Investment mit dem US-Spezialisten Factorial bekannt gegeben. Zur selben Zeit berichtete auch Stellantis von einer Kooperation inklusive Investment mit Factorial. Auch VW, BMW oder Hyundai kooperieren bei der Entwicklung von Festkörperbatterien mit Spezialisten wie QuantumScape, SolidPower, SES und anderen. Dagegen entwickelt Toyota eine eigene Festkörperbatterie, genauso wie Nissan. Die Hersteller sind überzeugt, dass Feststoffbatterien die E-Mobilität tauglich für den Massenmarkt machen.

Berater Mercedes-Benz
Inhouse Recht (Stuttgart): Florian Stübel (Head of Legal M&A and Cooperations Technology & Venture), Michael Rebholz (Legal Counsel Legal M&A and Cooperations Technology & Venture), Oliver Haarer (Legal Procurement)
Hogan Lovells (München): Dr. Nikolas Zirngibl (Corporate/M&A), Dr. Patrick Ayad (Regulierung; beide Federführung), Andrew McGinty (Corporate/M&A; Hongkong), Zhen Feng (IP; Schanghai), Sebastian Schnell (Regulierung), Yu-An Chang (IP; Schanghai); Associates: Yang Li (Hongkong), Aldo Boni de Nobili (Corporate/M&A; Peking), Sophie Huang (IP; Schanghai)

Susanne Kempe-Müller

Berater Prologium
Latham Watkins (Frankfurt): Dr. Susan Kempe-Müller (Corporate/IP), David Blumental (beide Federführung), Benjamin Su (beide Corporate; beide Hongkong); Associate: Katharina Intfeld (Corporate; Düsseldorf)
Norton Rose Fulbright (Hongkong): Peggy Wang (Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Für den Einstieg beim US-Batteriespezialisten Factorial setzte Mercedes auf die Hilfe eines Teams um DLA Piper-Partner Dr. Benjamin Parameswaran. Für die Eigenkapitalinvestition und den Vertrag mit Prologium kam nun Hogan Lovells zum Zug. 

Zur Beteiligung beriet federführend der Münchner Partner Zirngibl, zum Kooperationsvertrag der ebenfalls in München ansässige Partner Ayad gemeinsam mit dem von Stübel geleiteten Inhouse-Team.

Besondere Teams für strategische Operationen

Ayad berät mit seinem Team regelmäßig Kfz-Hersteller zu strategischen Projekten. Ford beriet er zuletzt in einem globalen Team unter anderem zu einem strategischen Kooperationsprojekt mit Volkswagen.

Auf der Seite von Prologium verhandelte Ayad mit der Latham-Partnerin Kempe-Müller. Die IP-Spezialistin ist regelmäßig für ausländische Unternehmen tätig, die Kooperationen mit deutschen Autoherstellern anstreben. Für Prologium war sie über den Hongkonger Partner Blumental Anfang Oktober 2021 ins Mandat gekommen. 

Latham beriet allerdings ausschließlich zum Kooperationsvertrag. Für das Investment und die damit einhergehenden gesellschaftsrechtlich relevanten Fragen war ein Team von Norton Rose um Partnerin Wang zuständig, die im vergangenen Jahr von White & Case gewechselt war. (mit Material von dpa)

Copyright Teaserbild: Marijan Murat/picture alliance/dpa

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