Milliardenschwerer Lkw-Dienstleister

CVC investiert mit Görg in DKV Mobility

CVC Capital Partners hat sich an der deutschen DKV Mobility Services Group beteiligt. Der Luxemburger Finanzinvestor hat 20 Prozent der Anteile an dem Tank- und Servicekartenanbieter erworben, der laut Medienberichten mit rund 2 Milliarden Euro bewertet wird. Die bisherigen DKV-Familiengesellschafter bleiben nach dem Verkauf mit 80 Prozent an Bord. Die Transaktion hängt noch von der Zustimmung der Regulierungsbehörden ab.

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Oliver von Rosenberg
Oliver von Rosenberg

DKV Mobility Services Group bietet bargeldlose Bezahlsysteme wie Tankkarten und Mautabrechnung für gewerbliche Mobilitätsdienste an. Mit europaweit rund 1.000 Mitarbeitern erwirtschaftete die Ratinger Firmengruppe zuletzt 7,2 Milliarden Euro Umsatz. Mit ihrer Tochtergesellschaft DKV Euro Service zählt sie zu den führenden Dienstleistern im Logistik- und Transportgewerbe. Diese gehört neben T-Systems International und Daimler zum Gemeinschafsunternehmen Toll4Europe, das die Mautabgaben in Europa erfassen soll.

CVC hatte sich in einem Bieterverfahren als Mitgesellschafter durchgesetzt. In der letzten Zeit hatte der Investor öfter in Familienunternehmen und schnell wachsende Branchenplayer investiert, 2015 etwa in die Parfümeriekette Douglas und ein Jahr später in den Sportwettenanbieter Tipico. Im Juni dieses Jahres hatte CVC zusammen mit der hessischen Messer-Gruppe den Großteil des Amerikageschäfts des deutschen Gasehersteller Linde gekauft.

Martin Kraus
Martin Kraus

Die Finanzierung läuft über ein Bankenkonsortium bestehend aus der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba), die Auslandsbank Crédit Agricole, die französische Investmentbank Natixis, sowie die internationalen Großbanken Royal Bank of Canada und UniCredit.

Berater CVC
Görg (Köln): Dr. Oliver von Rosenberg (Federführung), Dr. Andrea Zimmermann (beide Corporate/M&A), Dr. Adalbert Rödding, Dr. Holger Dann (beide Steuerrecht), Dr. Thomas Lange (Finanzierung), Dr. Christian Bürger (Compliance), Dr. Florian Schmitz (IP/IT; Frankfurt), Dr. Frank Wilke (Arbeitsrecht); Associates: Ursula Lier, Claus Christopher Schiller, Dr. Kerstin Goeck (alle Corporate/M&A), Marc Zimmermann (Finanzierung), Dr. Jan Baumann (Öffentliches Recht/Infrastruktur; Berlin)
Clifford Chance (Düsseldorf): Marc Besen (Federführung; Kartellrecht), Dr. Marc Benzler (Bank- und Finanzrecht), Dr. Thomas Krecek (Corporate; beide Frankfurt), Associates: Dr. Florian Wiesner, Dr. Ulrich Pfeffer (alle Kartellrecht), Afroditi Tsobanelis-Görgen (Corporate; Frankfurt)

Berater DKV Mobility Services
Taylor Wessing (München): Martin Kraus (Federführung), Dr. Lilian Klewitz-Haas, Dr. Elisabeth Schalk, Dr. Maraike Ruhe (Düsseldorf; alle Corporate/M&A), Dr. Marco Hartmann-Rüppel (Wettbewerbsrecht; Hamburg), Dr. Volker Baas (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt), Dr. Nicolai Wiegand, Mareike Gehrmann (beide IT/Medien), Dr. Heiko Franke (beide Düsseldorf), Johannes Raue (beide Handels- und Vertriebsrecht), Dr. Kilian Friemel (Arbeitsrecht); Associates: Nikolay Stoykov, Johannes Kummerow (beide Corporate/M&A), Konstantin Schrader (Wettbewerbsrecht; Hamburg), Tillmann Otto (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt), Dr. Tim Schwarz, Fritz-Ulli Pieper (beide IT/Medien), Sebastian Rünz (Handels- und Vertriebsrecht; Düsseldorf), Dr. Michael Beer (Arbeitsrecht)
RellermeyerPartner (Düsseldorf): Dr. Klaus Rellermeyer (Federführung), Katharina Krauß (beide Corporate)
Luther (Düsseldorf): Dr. Michael Bormann (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Anne Wegner, Franz-Rudolf Groß (beide Kartellrecht), Marc Urlichs (Corporate/M&A)
Reed Smith (Frankfurt): Dr. Simon Grieser (Federführung); Associate: Dr. Anselm Reinertshofer (beide Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt

Berater Banken
Allen & Overy (Frankfurt): Thomas Neubaum (Federführung; Bank- und Finanzrecht), Dr. Alexander Veith (Gesellschafsrecht/M&A; München), Frank Mausen (Kapitalmarktrecht; Luxemburg); Associates: Elke Funken-Hötzel, Louisa Drewniok (beide Bank- und Finanzrecht), Tobias Hugo, Matthias Söhner (beide Gesellschafsrecht/M&A; beide München), Pierre-Henry Maroteaux, Alexis Poisson (beide Kapitalmarktrecht; beide Luxemburg)

Hintergrund: CVC mandatiert Görg für einen Deal dieser Größe das erste Mal – die Beziehung zwischen dem federführenden M&A-Partner von Rosenberg und CVC ist aber bereits seit Jahren erprobt. Von Rosenberg wechselte Ende 2016 von Freshfields Bruckhaus Deringer zu Görg. Schon zu Freshfields‘ Zeiten stand er CVC bei diversen Transaktionen zur Seite, zum Beispiel 2015 als CVC die Parfümeriekette Douglas von der Beteiligungsgesellschaft Advent übernahm. Und auch breits vor 10 Jahren war von Rosenberg mit dabei, als CVC die Ista-Gruppe für 2,4 Milliarden Euro an Charterhouse verkaufte. Dass der Large-Cap-Investor CVC auf von Rosenberg und seine neue Kanzlei setzt, ist für die M&A-Praxis von Görg, deren Alltagsgeschäft vor allem Transaktionen im Mid-Cap-Bereich sind, ein Erfolg. CVC setzt für gewöhnlich bei Transaktionen auf Hengeler Mueller, Latham & Watkins und Freshfields. 

Bei der kartellrechtlichen Beratung vertraut der Investor regelmäßig auf Clifford. Mit Benzler und Krecek waren diesmal auch zwei erfahrene Partner mit im Team, die zu Regulierungsthemen berieten. 

DKV verkaufte die Anteile mithilfe des Münchner Taylor Wessing-Partners Kraus, die Kanzlei ist seit vielen Jahren für die Familiengesellschaft im Mandat. Zudem holte DKV Mobility mit der Düsseldorfer Kanzlei RellermeyerPartner eine weitere Stammberaterin ins Boot: Die Kanzlei berät das Ratinger Familienunternehmen vor allem bei gesellschafts- und vertriebsrechtlichen Fragen regelmäßig, so auch bei der Gründung des Joint Ventures Toll4Europe. Hier unterstützte sie auch den Due-Diligence-Prozess.

Luther hingegen ist das erste Mal für DKV tätig. Der Kontakt kam über den Corporate-Partner Bormann zustande. Bormann wechselte erst im Juli zu Luther, vorher leitete er die deutsche Corporate-Praxis von Simmons & Simmons. Das Team beriet die DKV-Geschäftsführung unter anderem zu strategischen, sowie zu wettbewerbs- und datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten.

Marktinformationen zufolge deckte DKV ihren Beratungsbedarf bei steuerlichen Themen mit der Münchner Kanzlei GKK Partners ab, CVC setzte dabei auf ein Frankfurter Ernst & Young-Team.

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