Hotelkosmetik

Ardian kauft ADA mit Willkie, Veräußerer Carlyle setzt auf Clifford

Autor/en
  • JUVE

Der Fonds Europe Technology Partners II des US-Finanzinvestors Carlyle steigt nach drei Jahren bei dem Hotelkosmetikanbieter ADA aus. Der französische Investor Ardian (früher Axa Private Equity) hat künftig das Sagen bei dem baden-württembergischen Unternehmen, das ADA-Management beteiligte sich ebenfalls. Ardian finanzierte den Zukauf zum Teil durch Eigenkapital, weiteres Geld stellten die DZ Bank und die Commerzbank bereit.

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ADA produziert kleinportionierte Kosmetikprodukte wie Duschgels und Shampoos für rund 15.000 Hotels in 50 Ländern, darunter überwiegend Drei- bis-Fünf-Sterne-Häuser. Mit mehr als 300 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen zuletzt knapp 53 Millionen Euro und hat im deutschsprachigen Raum eigenen Angaben zufolge einen Marktanteil von 50 Prozent. Insgesamt soll ADA mit mehr als 100 Millionen Euro bewertet sein.

Berater Ardian
Willkie Farr & Gallagher (Frankfurt): Mario Schmidt (Corporate/Private Equity), Jan Wilms (Finanzierung; beide Federführung), Rolf Hünermann (Compliance/Kartellrecht), Dr. Christian Rolf (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Maximilian Schwab, Dr. Jan Munoz, Daniel Zakrzewski (alle Corporate/Private), Mario Bammann (Finanzierung), Jochen Riechwald (Arbeitsrecht)
Taxess (Frankfurt): Richard Schäfer, Gerald Thomas (beide Steuerstrukturierung)

Berater Carlyle
Clifford Chance (München): Burc Hesse (Federführung), Thomas Weitkamp (Bank-/Kapitalmarktrecht); Associates: Dr. Albrecht Brodhun, Regina Goebel, Dr. Robert John (Frankfurt; alle Private Equity)

Berater Management
P+P Pöllath + Partners (München): Dr. Benedikt Hohaus (M&A/Private Equity)

Berater Banken
Ashurst (München): Dr. Bernd Egbers (Bankrecht), Heiko Penndorf (Steuern; Frankfurt), Lars Jessen (Gesellschaftsrecht), Christiane Kneip; Associates: Dr. Thomas Freund (beide Bankrecht), Felix Krüger (Steuern; Frankfurt), Dr. Philip Cavaillès (Gesellschaftsrecht; Frankfurt), Susanne Kasnitz (Bankrecht)
Inhouse Recht (Commerzbank; Frankfurt): Dr. Maria Gonzalez-Zinn
Inhouse Recht
(DZ Bank, Frankfurt): nicht bekannt
Wolff Theiss
(Wien): Markus Heidinger – aus dem Markt bekannt
Homburger (Zürich): Jürgen Frick – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Es ist der zweite Zukauf von Ardian binnen kurzer Zeit: Vor wenigen Wochen übernahmen die Franzosen den Spielfigurenhersteller Schleich. Seinerzeit beriet Renzenbrink Raschke von Knobelsdorff Heiser zu den gesellschaftsrechtlichen Fragen, Willkie deckte die Finanzierungsseite ab. Ansonsten war aber die US-Kanzlei in den vergangenen Jahren die wohl engste Vertraute für Corporate/M&A-Themen des französischen Investors.

So begleitete die Kanzlei den Erwerb des Pharmaunternehmens Riemser Arzneimittel sowie den Kauf und Verkauf des Tele-Verkaufssenders HSE24. Steuerlich setzt Ardian regelmäßig auf die kleine, auf Transaktionen spezialisierte Einheit Taxess, die sich 2011 von SJ Berwin – heute King & Wood Mallesons SJ Berwin – abgespalten hatte.

Latham & Watkins begleitete in den vergangenen Jahren mit Abstand die meisten großvolumigen internationalen Transaktionen von Carlyle. In Deutschland gelten indes vor allem die Kontakte zu Milbank Tweed Hadley & McCloy als besonders eng. Mit Clifford wählte der Investor aber ebenfalls keine Unbekannte. Den Wachstumsfonds Europe Technology Partners II, in dessen Händen ADA lag, beriet die Kanzlei bereits häufiger. Beim Erwerb von ADA vor gut drei Jahren setzte das Private-Equity-Haus jedoch auf ein Team von CMS Hasche Sigle.

Pöllath ist eine der bekanntesten Adressen für die Beratung bei Management-Beteiligungen. Partner Hohaus beriet kürzlich beispielsweise auch das Schleich-Management bei der Übernahme des Unternehmens durch Ardian.

Auch Ashurst ist regelmäßig bei Finanzierungen auf Bankenseite eingeschaltet, unter anderem auch von der DZ Bank und der Commerzbank. Erst im Mai begleitete sie das Bankenduo bei der Refinanzierung des Kaufs des Kosmetikzulieferers Geka durch den Investor 3i. (René Bender)

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