Im Zuge der Digitalisierung des Börsenhandels stehen die regionalen Börsen in Deutschland seit Jahren unter starkem Konsolidierungsdruck. Der Umsatz der Börse Düsseldorf war zwischen 2009 und 2014 von 64 auf 28 Milliarden Euro zurückgegangen, aktuellere Zahlen liegen nicht vor. Die BÖAG setzte 2016 rund 7,4 Milliarden Euro um. Gemeinsam beschäftigen die drei Börsengesellschaften rund 35 Mitarbeiter.
Wegen bestehender Pensionsverpflichtungen der Düsseldorfer Börse behelfen sich die Transaktionsparteien mit einem speziellen Konstrukt. Dabei wird das Betriebsvermögen der Betreibergesellschaft BDAG auf eine neue Gesellschaft ausgelagert, die ihrerseits von BÖAG übernommen wird.
Berater BÖAG
Heuking Kühn Lüer Wojtek (Hamburg): Dr. Michael Dröge (Federführung), Dr. Julius Wedemeyer, Dr. Kai Erhardt (alle Gesellschaftsrecht), Fabian Gaffron (Steuerrecht)
Inhouse Recht (Hamburg): Nicola Homann
Berater Börse Düsseldorf
Sernetz Schäfer (Düsseldorf): Dr. Andreas Gätsch (Federführung), Dr. Jörg Mimberg (beide Gesellschaftsrecht), Prof. Dr. Frank Schäfer (Aufsichtsrecht)
Inhouse Recht (Düsseldorf): Thomas Dierkes (Vorstand Recht)
Hintergrund: Sowohl Heuking als auch Sernetz Schäfer begleiten die beiden lokalen Börsenbetreiber schon seit langen Jahren regelmäßig. Die Hauptaktionäre ließen sich, soweit bekannt, nicht von externen Anwälten beraten. Beurkundet wurde die Transaktion von Dr. Florian Braunfels aus dem Düsseldorfer Notariat Braunfels Oppermann.