Ticketing

Bundestheater in Wien beziehen mit Schramm Öhler Software von Eventim-Tochter

Der burgenländische Softwarehersteller JetTicket stellt ab der Theatersaison 2022/23 das System für den Kartenvertrieb der Bundestheater in Wien. Die Tochter des deutschen Konzerns CTS Eventim setzte sich in einer Ausschreibung durch. Die Spielstätten nutzen damit in Zukunft ein Programm, das in der Branche bereits breiten Einsatz findet.

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Christian Gruber
Christian Gruber

Das Programm von JetTicket nutzen rund 130 Veranstalter, darunter die Elbphilharmonie in Hamburg, das Rheingau Musikfestival und die Salzburger Festspiele. Insgesamt wickelt das System rund 16,5 Millionen Billets im Jahr ab. Seit 2016 gehört JetTicket zu CTS Eventim, einem börsenotierten Ticketing-Anbieter und Veranstalter von Live-Events mit einem Umsatz von rund 257 Millionen Euro im Jahr 2020; im Jahr vor der Corona-Pandemie lag der Umsatz mit 1,4 Milliarden Euro erheblich höher. Das Tochterunternehmen aus Oberpullendorf beschäftigt 23 Mitarbeiter.

Die Häuser der Bundestheater-Holding kamen vor der Pandemie auf rund 1,3 Millionen Besucher pro Saison und verkauften Billets im Wert von rund 57 Millionen Euro. Bislang stellt das Wiener Unternehmen Culturall das Ticketingsystem für das Burg- und das Akademietheater, die Staatsoper und die Volksoper.

Berater Bundestheater-Holding
Schramm Öhler (Wien): Christian Gruber (Vergaberecht); Associate: Dr. Christian Eder (Vertragsrecht)

Berater CTS Eventim
Inhouse Recht: Sascha Galperin (CTS Eventim; Bremen), Matthias Niederhuber (JetTicket/oeticket; Wien)
bpv Hügel (Wien): PD Dr. Christian Schneider (Vergaberecht)

Hintergund: Das Mandat der Bundestheater schließt für Gruber an frühere Vergabeverfahren für Ticketing-Systeme an, aus denen er bereits Erfahrung mitbrachte, etwa in der Markterkundung. Der Vergaberechtler ist seit 2020 Partner bei der renommierten Boutique Schramm Öhler. Neben ihr beriet zuletzt auch Haslinger Nagele immer wieder die Holding der zentralen Spielstätten der Wiener Hochkultur.

Bei dem Softwarehersteller war ein Team um die Inhouse-Juristen Galperin und Niederhuber für die Ausschreibung zuständig. Als externen Rechtsberater zog die Eventim-Tochter den Verwaltungsrechtler Schneider von bpv Hügel hinzu.

Aktualisiert am 20. September 2021.

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