Kerngeschäft von Goingsoft ist es, Gäste in Hotels flächendeckend mit schnellem WLAN zu versorgen – inklusive Infotainment und Fernsehen. Neben Kongresszentren, Campingplätzen und der Hotellerie gehören Krankenhäuser, Seniorenheime und Reha-Einrichtungen zu den Kunden. Im Wifi-Bereich ist Goingsoft bereits seit vielen Jahren Partner der Deutschen Telekom. Der Konzern wird das Unternehmen künftig als eigenständige Tochtergesellschaft führen, die ihre Produkte weiter unter eigenem Namen im Markt anbietet. Auch für die Geschäftsführung und die rund 30 Mitarbeiter soll sich nichts ändern.
Josef Adelsberger und Stefan Seiwald, inzwischen Bürgermeister von St. Johann, hatten das Unternehmen 2003 ins Leben gerufen. Die beiden Gründer hielten jeweils 43 Prozent an dem Unternehmen, weiter beteiligt waren der ehemalige Deutschland-Chef von McKinsey, Herbert Henzler, und seine Ex-Frau Fabienne Serfaty.
Berater Deutsche Telekom
Inhouse Recht (Bonn): Christoph Appel (Legal M&A), Dr. Stephan Bahner (IP/IT)
Schindler (Wien): Dr. Clemens Philipp Schindler (Federführung, Gesellschaftsrecht/M&A), Martin Abram (Gesellschaftsrecht), Barbara Klinger (Arbeitsrecht), Dr. Julia Kusznier (Datenschutzrecht, IP/IT); Associates: Gregor Petric (Gesellschaftsrecht/M&A), Martin Lanner (Arbeitsrecht, Rechtsanwaltsanwärter)
Seitz (Köln): Dr. Daniel Grewe (Federführung, Corporate/M&A); Associates: Dr. Charlotte Kreuzberg, Dr. Jennifer Konrad, Maximilian Houf (alle Corporate/M&A), Christian Schmitt (IP)
Berater Goingsoft GmbH
Wörgetter Huber Aigner (Innsbruck): Dr. Nikolaus Wörgetter – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Neben den übernahmerechtlichen standen in der Transaktion vor allem IP- und IT-rechtliche Themen im Vordergrund, um die sich neben dem Inhouseexperten Stephan Bahner vor allem Dr. Julia Kusznier von Schindler kümmerte. Sie war Anfang 2018 als Counsel von Eisenberger & Herzog gekommen.
Telekom-Jurist Christoph Appel mandatierte Schindler erstmals für eine Transaktion in Österreich. Gründungspartner Clemens Schindler hatte jedoch in seiner ehemaligen Kanzlei Wolf Theiss bereits Kontakt zum Unternehmen, als er die österreichische Telekom-Tochter T-Mobile Austria als Mandantin gewinnen konnte. Die ließ sich auch bei der letzten großen Transaktion in Österreich weiter von Wolf Theiss beraten: Vor rund einem Jahr übernahm T-Mobile Austria für 1,9 Milliarden Euro den Telefon- und Internetanbieter UPC.
Mit der Kölner Kanzlei Seitz hingegen hat die Telekom bereits mehrfach zusammengearbeitet, nachdem die Kanzlei vor einigen Jahren erstmals durch einen Pitch ins Mandat gekommen war. So hatte Gesellschaftsrechtspartner Grewe auch 2017 beim Ausstieg der Telekom beim E-Reader tolino die Federführung inne.