Die Volkswagen-Gruppe (VW) überschrieb sämtliche ihrer Vermögenswerte in Russland an Art-Finance, einer Tochter von Avilon. Wichtigster Gegenstand ist die VW Group Rus, die zum Werk in Kaluga zählt. Zu Beginn des Ukraine-Krieges legte VW das Werk mit etwa 4.000 Beschäftigten still.
Ein wirtschaftlicher Rückzug gestaltete sich jedoch zunächst schwierig. Der frühere VW-Fertigungspartner Gaz verklagte den Autobauer auf Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe wegen der Kündigung des Abkommens. Doch VW gelang es, die Klage abzuwehren, wodurch die Transaktion eingeleitet werden konnte.
Berater Art-Finance/Avilon
Ecnor (Moskau): Konstantin Konstantinov — aus dem Markt bekannt
Berater Volkswagen
Linklaters: Achim Kirchfeld (Düsseldorf), Dr. Timo Engelhardt (München; beide Federführung), Dr. Ralph Wollburg (Düsseldorf), Denis Uvarov (Paris; alle Corporate/M&A), Dr. Kerstin Wilhelm (München), Dr. Julia Grothaus (Frankfurt), Stefan Loosveld (Brüssel), Alison Saunders (London; alle Konfliktlösung), Prof. Dr. Daniela Seeliger (Kartellrecht/Investitionskontrolle; Düsseldorf), Andreas Schaflitzl (Steuerrecht; München), Dr. Daniel Pauly, Dr. Michael Leicht (beide TMT; beide Frankfurt), Dr. Ruprecht von Maltzahn (Federführung; Corporate/M&A; München), Kaan Gürer (Düsseldorf), Evgeniya Rakhmanina (London; beide Kartellrecht/Investitionskontrolle), Dr. Anna-Katharina Lohbeck ( TMT; Frankfurt), Elly Proudlock (London), Sterling Darling (Washington; beide Konfliktlösung); Associates: Dr. Luise Winkler, Daniel Gloor, Andreas Rerich, Mirco Schindler (alle München), Marco Huchzermeier, Nikolay Altukhov, Mikhail Fufaev (alle Düsseldorf), Svetlana Eisner (New York; alle Corporate/M&A), Dr. Alexander Zitzl (Steuerrecht), Jacqueline Kusserow, Maike Michels (alle München), Valeria Markina (London), Kamaljot Kaur Dhadda, Lucas Marlow, Hannes Ingwersen (alle Konfliktlösung; alle Frankfurt), Yuxin Weirich, Tim Heintze, Nina Seydel (alle Düsseldorf), Austin Lowe (Washington; alle Kartellrecht/Investitionskontrolle), Lena Mischau (TMT; Frankfurt)
Inhouse Recht (Wolfsburg): Tatiana Getman, Alexander Schütz, Simon Theis (alle M&A), Bechir Akacha (Konzern Exportkontrolle), Carmen Bethge (IT) — aus dem Markt bekannt
Orion Partners (Moskau): Vladimir Melnikov — aus dem Markt bekannt
Berater Volkswagen-Aufsichtsrat
Gleiss Lutz (Stuttgart): Prof. Dr. Michael Arnold, Dr. Adrian Bingel (beide Federführung; beide Corporate), Dr. Burghard Hildebrandt, Dr. Eva Koch (beide Öffentliches Wirtschaftsrecht; beide Düsseldorf), Dr. Markus Martin (M&A), Dr. Moritz Rudzio (Corporate); Associates: Lennart Förster (Öffentliches Wirtschaftsrecht; Düsseldorf), Dr. Nico Holtkamp (M&A; Hamburg), Dr. Nikolai Unmuth (Corporate); Aaron Waible (M&A), Hannah Walter, Dr. Jan-David Geiger, Teresa Link (alle Corporate)
Hintergrund: Linklaters pflegt weitreichende Kontakte zur VW-Gruppe. Zuletzt beriet das M&A-Team um den Düsseldorfer Partner Kirchfeld etwa den VW-Vorstand zum IPO von Porsche. Ebenso waren sie im Oktober 2022 beim Formel-1-Einstieg für die VW-Tochter Audi am Start.
Beim aktuellen Russland-Ausstieg von VW spielte zudem das Sanktionsrecht eine entscheidende Rolle. Hier war Wilhelm aus München federführend beteiligt. Die gerichtliche Vertretung im Zuge der Gaz-Klagen koordinierte die Frankfurter Partnerin Grothaus. Unterstützung kam nach JUVE-Informationen vor Ort von ehemaligen Moskauer Linklaters-Partnern, die seit der Büroschließung im März 2022 unter dem Namen Orion Partners firmieren.
Das Inhouse-Team von VW wurde nach JUVE-Informationen von Getman, Head of M&A and Foreign Holdings des Autokonzerns, geleitet.
Gleiss Lutz ist eine ständige Beraterin des VW-Aufsichtsrates. So beriet sie etwa zur Klage gegen Winterkorn im vergangenen Oktober.
Vor wenigen Wochen hatte sich bereits Mercedes-Benz aus Russland zurückgezogen. Dabei vertraute der Autobauer auf verschiedene Berater: Neben Noerr, EY Law, Deloitte Legal, White & Case, CCI Legal war auch die Moskauer Kanzlei Arno Legal involviert. Käufer des Russlandgeschäftes war der Investor Avtodom, der ebenfalls von Orion Partners beraten wurde. (mit Material von dpa)