Karriere

Arbeitszeiten

Die durchschnittliche Arbeitsbelastung der Wirtschaftsanwälte in Deutschland liegt in Kanzleien bei rund 54 Wochenstunden. Inhouse sind es mit 45,6 Stunden deutlich weniger. Das zeigt die azur-Associate-Umfrage 2016, an der insgesamt über 3.100 junge Juristen teilnahmen.

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Gehälterspirale

Die immer höheren Gehälter, die vor allem Kanzleien den Berufseinsteigern bieten, zeigen Wirkung: Der Anteil der Nachwuchsjuristen, die ein Anfangsgehalt von wenigstens 75.000 Euro erwarten, hat sich über die letzten Jahre fast verdoppelt. Das zeigt die azur-Bewerberumfrage, an der zuletzt 1.620 Studenten, Referendare, Assessoren und Doktoranden teilnahmen.

Interview zu Syndikusrechtsanwälten

Der Gesetzgeber hat jüngst die drohende Versorgungslücke für Syndikusrechtsanwälte geschlossen, indem er beim Befreiungszeitpunkt auf die Antragstellung und nicht auf die Zulassung abstellt. Doch es gibt immer wieder Streit- und Grenzfälle, über die Beteiligte mit der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) streiten. Darüber sprach JUVE mit Martin Huff, Anwalt und Geschäftsführer der Rechtsanwaltskammer Köln.

Interview

Mit einem positiven Jahresergebnis im Rücken geht McDermott Will & Emery derzeit neue Wege in der Personal- und Standortpolitik. Dr. Norbert Schulte, Leiter der deutschen Praxis, über die Gründe für den Aufbau eines ‚Hub‘ in Köln und den ‚Laborversuch‘ einer 35-Stunden-Woche.

Arbeitszeiten

Linklaters führt zum Mai neben dem bestehenden Associate-Karrieremodell eine Option ein, die dauerhaft auf 40 Wochenstunden begrenzt ist. Berufseinsteiger, die sich dafür entscheiden, erhalten 80.000 statt 120.000 Euro im ersten Jahr, anschließend gibt es individuelle Gehaltserhöhungen. Statt zum Vollpartner können sie maximal bis zum Counsel aufsteigen.

Gut bezahlte Testphase

Wissenschaftliche Mitarbeiter sind aus den Teams vieler Wirtschaftskanzleien nicht wegzudenken. Sie entlasten die Associates, sammeln selber Erfahrung mit potenziellen Arbeitgebern und werden meist auch gut bezahlt. JUVE hat recherchiert, wie viel Wissenschaftliche Mitarbeiter wo verdienen können.

London

Die Deutsche Bank will Medienberichten zufolge in London künftig keine Beratungshonorare mehr für die Arbeit von Berufsanfängern und Trainee-Anwälten in Kanzleien bezahlen. Ein derartiges Vorgehen war bisher vor allem aus den USA bekannt. Die Neuregelung ist Teil des noch laufenden Panel-Prozesses, mit dem die Großbank die Liste ihrer externen Rechtsberater turnusmäßig überarbeitet.

Antizyklisch

McDermott Will & Emory, die im Rheinland bereits über einen Standort in Düsseldorf verfügt, eröffnet zum Juli ein kleines Büro in Köln. Damit will die US-Kanzlei verstärkt Anwälte ansprechen, die ihren Lebensmittelpunkt in der Region Köln-Bonn haben. Neben der Einführung der 38,5 Stunden-Woche soll auch der neue Standort für mehr Attraktivität im Wettbewerb um die besten Associates sorgen – abseits der Gehälterdebatte.

Alternatives Karrieremodell

Die US-Kanzlei McDermott Will & Emery führt an ihrem Düsseldorfer Standort ein neues Beschäftigungsmodell ein. Anwälte können dort nun mit fest vereinbarten 35 bis 38,5 Wochenstunden einsteigen. Dafür bezahlt die Kanzlei zwischen 68.000 und 75.000 Euro im ersten Berufsjahr. Zugleich erhöht die Kanzlei das Einstiegsgehalt für Associates ohne festes Stundenlimit an allen deutschen Standorten auf 115.000 bis 125.000 Euro.

Referendargehälter

Referendare können in Wirtschaftskanzleien mit einem immer höherem Zuverdienst rechnen. Derzeit zahlen über 70 Kanzleien mindestens 500 Euro Monatsgehalt pro Wochenarbeitstag. Bei einer Viertagewoche entspricht das 2.000 Euro im Monat. Auch in Rechtsabteilungen wird immer mehr geboten, dort liegt die Obergrenze inzwischen bei 1.500 Euro pro Monat.

Associategehälter

Über 80 Wirtschaftskanzleien bieten Berufseinsteigern derzeit Festgehälter von 100.000 Euro oder mehr. Das zeigt eine aktuelle azur-Erhebung bei mehreren hundert Sozietäten in Deutschland. Seit Sommer 2016 haben über 50 Kanzleien ihre Gebote um bis zu 25.000 Euro erhöht.

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