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Anwaltshonorare − vergleichen wie bei Idealo

10 Millionen Euro externe Anwaltshonorare hat sie seit 2020 gespart, berichtet eine Legal-Operations-Verantwortliche eines Großkonzerns. Wie sie das geschafft hat, erläuterte sie auf der Buying Legal EMEA Conference in London.

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Nicht durch Panel-Neuausschreibungen, Insourcing oder ähnlich große Schritte kam die Millionenersparnis zustande, sondern schlicht dadurch, dass Beraterrechnungen systematisch überprüft, Regelverstöße konsequent moniert und im Zweifel Abschläge durchgesetzt wurden. Tech-gestützt natürlich, womit ein Leitthema der Buying Legal Konferenz angestoßen war. Die britisch-amerikanische Inhouse-Initiative Buying Legal Council hatte kürzlich rund einhundert Unternehmensjuristen und Legal-Ops-Zuständige in der Londoner City versammelt.

Denn Tech- und inzwischen oft auch KI-Einsatz ist für die Legal-Ops-Arbeit wohl der wichtigste Beschleuniger. Die Anwendungsfälle ziehen sich inzwischen durch sämtliche Dimensionen der Inhouse-Arbeit, von der laufenden Aktualisierung interner Wissenssammlungen über die Projektsteuerung bis hin zur Mandatierung.

Hilfestellung bietet eine ganze Armada von Dienstleistern, die in London teils gemeinsam mit den Ops-Spezialisten der Inhouse-Abteilungen auf dem Podium saßen und Praxisbeispiele präsentierten, von globalen Playern wie Lexis Nexis oder Wolters Kluwer über Spezialanbieter wie Onit (Automatisierungssoftware) und Brightflag (Spend- und Matter-Management) bis hin zum deutschen Start-up Consalio, das Software zur Kontrolle externer Beraterkosten anbietet.

Kanzleien bewerten wie bei Tripadvisor

Besondere Aufmerksamkeit bekam der Umgang mit externen Beratern, im Einkäufer-Slang kurz Vendor Management. Auch hier geht bei vielen Konzernen kaum noch etwas ohne technische Unterstützung. Wer mandatieren muss und sich dabei mit allerlei Vorgaben und Verhaltensregeln konfrontiert sieht, braucht schließlich auch Hilfestellung bei der Kanzleiauswahl.

Etliche Rechtsabteilungen halten hier schon strukturierte Datensammlungen zur Bewertung von Kanzleien vor, die die bisher gemachten Erfahrungen in Punkten wie Teamzusammenstellung, inhaltliche Qualität, Kostendisziplin und -transparenz aufbereiten, bis hin zur mehrdimensionalen Scorecard. Die Unterschiede bei Umfang und Detailtiefe sind (noch) groß, doch im Idealfall kann ein Mandant heute schon eine datengestützte Vorauswahl treffen, die manchmal fast an Preisvergleichsportale wie Idealo oder Bewertungsportale erinnert. „It’s Tripadvisor time“, scherzte der Outside-Legal-Counsel-Manager einer internationalen Großbank. Vielleicht noch nicht in diesem Moment, aber bald.

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