Ausbau

Heisse Kursawe Eversheds eröffnet in Berlin und steigert Umsatz

Autor/en
  • Norbert Parzinger

Heisse Kursawe Eversheds eröffnet zum April ein Büro in Berlin. Es ist der dritte Standort der Kanzlei in Deutschland. Die Kanzlei geht dort zunächst mit einem kleineren Team an den Start, das sich vor allem auf die arbeits- und vergaberechtliche Beratung konzentriert. Ihre Arbeitsrechtspraxis ist zugleich Haupttreiber des letztjährigen Umsatzwachstums. Mit 29,2 Millionen Euro konnte HKE im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zulegen.

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Stefan Kursawe
Stefan Kursawe

Vollständig nach Berlin wechselt zum April der Counsel Lars Zimmer. Die beiden Partner Dr. Stefan Kursawe und Dr. Rolf Kowanz werden künftig ihre Zeit zwischen München, Hamburg und Berlin aufteilen. Besonders Kursawe ist in Berlin immer wieder für Unternehmensvorstände tätig. Zu den Stammmandanten mit Berliner Präsenz gehören im Arbeitsrecht der Sicherheitsdienstleister Securitas, der Kamerahersteller Arri und der öffentliche Projektmanager Deges. Mittelfristig will HKE in Berlin mit zehn Berufsträger Rundumberatung inklusive Notariat anbieten.

Erneut Umsatzwachstum durch Arbeitsrecht
Gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 steigerte die Kanzlei ihren Umsatz 2013 um 6,2 Prozent von 27,5 auf nun 29,2 Millionen Euro. Für ihre Verhältnisse fiel das Wachstum eher mäßig aus: In den vergangenen Jahren – mit Ausnahme von 2011 – hatte HKE immer wieder deutlich zweistellige Zuwachsraten erzielt. Stärkster Treiber des HKE-Geschäfts war wie in den beiden Vorjahren ihre Arbeitsrechtspraxis. In den vergangenen Jahren hatte HKE in den personellen Ausbau auf Partner- und Associateebene investiert und ihre Kontaktbasis auch außerhalb Süddeutschlands deutlich verbreitert. Innerhalb von drei Jahren stieg der Anteil der Arbeitsrechtler am Gesamtumsatz von 27 auf 37 Prozent. Zuletzt setzte der Fachbereich, zu dem auch die kleine Baurechtspraxis zählt, erstmals über 10 Millionen Euro um.

Der Anteil der Gesellschafts- und Steuerrechtspraxis sank seit 2011 von 42 auf 38 Prozent. Deutliche Einbußen verbuchte der Bereich Commercial, zu dem die Kanzlei unter anderem ihre IP-Praxis rechnet. Hier machte sich nun sehr deutlich das Scheitern einer HKE-Wachstumsoffensive bemerkbar: 2009 hatte die Kanzlei mit ehemaligen Hammonds-Anwälten ein eigenes Patentrechtsteam aufgebaut, ein Großteil der Anwälte verabschiedete sich bis 2012 wieder. Diese Verluste schlugen sich 2013 im Jahresergebnis wieder. Der Anteil der Commercial-Praxis fiel von 31 auf 25 Prozent.

Weil der höhere Gesamtumsatz mit fast unveränderter Berufsträgerzahl erzielt wurde, stieg auch die Produktivität der Kanzlei. Mit einem Plus von 5,9 Prozent (392.000 Euro) ist beim Umsatz pro Berufsträger (UBT) die 400.000-Euro-Schwelle in Sichtweite. HKE stößt damit in die Region von Menold Bezler (395.000 Euro) und Friedrich Graf von Westphalen (401.000 Euro) vor. Der Abstand zu ehemals vergleichbaren Wettbewerbern wie Buse Heberer Fromm (296.000 Euro) und Esche Schümann Commichau (285.000 Euro) wächst.

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