Zum Jahresbeginn hat sich das Berliner Büro von Noerr mit Dr. Bärbel Sachs verstärkt. Die 36-Jährige wechselte als Associated Partnerin von Freshfields Bruckhaus Deringer und erweitert die Regulierungspraxis von Noerr um aktuelle Facetten des Exportkontroll- und Zollrechts sowie der Embargovorschriften.
Sachs hat zuvor sechs Jahre lang in dem Freshfields-Team um den im Markt sehr anerkannten Partner Dr. Hans- Joachim Prieß gearbeitet. Dort war sie zeitweise in den prominenten WTO-Streit zwischen Airbus und Boeing eingebunden. Im letzten Jahr hatte vor allem die Beratung zu Iran-Embargos breiten Raum eingenommen.
Einige ehemalige Anwälte aus dem Berliner Freshfields-Team zählen inzwischen bei anderen Kanzleien zum Spezialistenkreis für das Außenwirtschaftsrecht, so etwa in Hamburg bei Graf von Westphalen (mehr…) oder in Genf bei Bernzen Sonntag (mehr…). Das stark völkerrechtlich geprägte Rechtsgebiet hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Gründe dafür sind eine höhere Aufmerksamkeit für Complianceanforderungen sowie eine härtere Gangart vieler Verfolgungsbehörden bei Verstößen gegen Embargos, Exportkontrolle und Korruptionsgesetzgebungen. Außerdem müssen sich Unternehmen seit der Wirtschaftskrise in einigen Ländern verstärkt mit Schutzzöllen, wettbewerbsverzerrenden Subventionen oder Anti-Dumping-Maßnahmen auseinandersetzen .
Bei Noerr ist der Bereich Außenwirtschaft als Teil der Gruppe Regulatory and Governmental Affairs angesiedelt. Ähnlich wie bei Freshfields wird in dem Bereich außerdem die Nähe zum Kartell- und europäischen Beihilferecht betont.